brandlbau | Technische Gebäudeausstattung

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Die technische Gebäudeausstattung (TGA) - Vorteile einer konzeptionellen Planung, sowie Formen und Möglichkeiten des langfristigen Energie- und Kostensparens



Mehr noch als die Wärmedämmung eines Gebäudes wirkt sich die Art der Heizung (Warmwasser) und des Lüftungssystems eines Gebäudes unmittelbar auf die Art und Höhe des Energieverbrauchs, und damit auf die Kosten, aus.




So sollte dieser Fragestellung in ganz besonderem Maße ein Augenmerk geschenkt werden. Diesbezüglich beraten wir sie im Raum Landshut, Straubing, Regensburg, München  jederzeit gerne ausführlich.Selbstverständlich bieten wir TGA-Leistungen nicht direkt aus unserem Hause an, doch im Zuge unserer Erfahrung durch Schlüsselfertigbaumaßnahmen (siehe Schlüsselfertig ) haben wir uns im Laufe der Jahrzehnte ein hohes Beurteilungsvermögen aufbauen können, was die Einrichtung, das Prozessmanagement und die Qualifikation von Betrieben für eine bestimmte zu erzielende technische Ausstattung betrifft.

Genauso wie das Gebäude selbst, ist im Bauwesen die technischen Gebäudeausstattung als Unikat anzusehen.
Dieser Gedanke muss sowohl in der Planung als auch in der Ausführung starken Einzug finden, denn nur so entsteht ein "Produkt" welches als in sich stimmig, durchdacht, und "an die Anforderungen angepasst" angesehen werden kann.
Auch hier können Einsparungen während der Planungs- und Bauphase langfristig zu erheblichen Mehrkosten führen.

Durch unsere langjährige Erfahrung und Weitsicht sind wir gerne dazu bereit, sie ganz unabhängig und objektiv zu beraten.
   

              Hier gelangen sie zum Energiesparenden Bauen durch Wärmedämmung
                                             



Neubau, Renovieren, Moderniseren -  Wohnwert steigern, Kosten sparen, Umwelt schonen:

Der Gebäudebestand bietet nicht nur die Chance der Vitalisierung von Städten und Gemeinden, sondern schafft Anreize zur nachhaltigen Weiterentwicklung der vorhandenen Bausubstanz, zumal schon heute mehr Investitionen in den Gebäudebestand als in den Neubau fließen.
Die Situation, dass gerade im Gebäudebestand alle Bauteile der Pflege, Reparatur und auch des unehmenden Austausches bedürfen, muss besser für wirtschaftliche und ökologisch sinnvolle Maßnahmen der Energieeinsparung genutzt werden. Mit In-Kraft-Treten der Energieeinsparverordnung am 1. Februar 2002 hat die Bundesregierung hierfür eine Reihe von Maßnahmen ordnungsrechtlich vorgegeben. Der folgende Text soll dazu beitragen, moderne Techniken und Technologien auf dem Gebiet des baulichen Wärmeschutzes und der Anlagentechnik im Zusammenhang mit der Modernisierung des Gebäudebestandes gemäß den Anforderungen der Energieeinsparverordnung vorzustellen. Zweckmäßig erscheint dabei vorrangig, als erste Maßnahme einen »energetischen Gebäudecheck« durchzuführen. Maßnahmen, die in der Regel besonders wirtschaftlich sind, wie z. B. die Erneuerung sehr alter Heizkessel, die Dämmung von Rohrleitungen in unbeheizten Räumen oder die Dämmung der obersten Geschossdecken zu nicht nutzbaren Dachräumen, werden mit der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. Weitere Maßnahmen der Energieeinsparung werden bei bestimmten durchzuführenden baulichen Veränderungen am Gebäude wirksam.
Um den Eigentümern den Einstieg in die energetische Modernisierung zu erleichtern, fördert die Bundesregierung solche Maßnahmen mit entsprechenden deutlich verbesserten Förderkonditionen. Hinweisen möchte ich hier insbesondere auf das CO
2-Gebäudesanierungsprogramm und das CO2-Minderungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Für Maßnahmen im Bestand wurden die Förderkonditionen deutlich verbessert und flexibel gestaltet. Darüber hinaus ist nach dem Gesetz zur Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform ein zusätzliches Programm zur Gebäudesanierung im Altbaubereich und zur Heizungsmodernisierung mit dem Ziel der weiteren Verbesserung des Klimaschutzes und der nachhaltigen energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes sowie ein Umrüstprogramm für Nachtspeicherheizungen mit einem Volumen von insgesamt 160 Mio. Euro jährlich vorgesehen. Der Einsatz erneuerbarer Energien, aber auch die Beratung vor Ort werden weiterhin finanziell unterstützt.

Sie möchten Ihr Haus modernisieren und haben wahrscheinlich viele Fragen: Welche Baumaßnahmen müssen vordringlich durchgeführt werden? Welche Technik und welche Materialien sollen verwendet werden? Wie finde ich geeignete Handwerker und Architekten? Welche Arbeiten kann ich als »Heimwerker« durchführen? Und von wem bekomme ich Fördermittel für Energiesparmaßnahmen oder innovative Solaranlagen? Über all das und vieles weitere können sie sich im Folgenden oder bei uns direkt informieren....

                                      

Als Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses werden Sie früher oder später darüber nachdenken, an Ihrem Haus kleinere oder größere Instandsetzungen oder Modernisierungen vorzunehmen. Das ist der beste Zeitpunkt, auch in Energieeinsparung zu investieren. Gut vorbereitet, gewinnen Sie gleich dreifach:

• Erstens: Sie senken Ihre
Energiekosten und machen sich damit unabhängiger von den künftigen Entwicklungen der Preise für Gas, Öl oder Strom.
• Zweitens: Sollten Sie sich außerdem eines Tages entscheiden, Ihr Haus zu verkaufen oder zu vermieten, gilt geringer Energieverbrauch als
wertsteigernd.
• Drittens: Ein energetisch sinnvoll modernisiertes Haus bietet nicht zuletzt einen
hohen Wohnkomfort und ein angenehmes Wohnklima.

Wenn Sie ohnehin anstehende Modernisierungsarbeiten an ihrem Haus mit Energie sparenden Maßnahmen verbinden können, sind die Mehrkosten für Energie sparende Investitionen häufig gering. Denn wenn Sie beispielsweise die Fassade neu verputzen, muss ohnehin ein Gerüst aufgestellt werden. Der Aufpreis für eine Wärmedämmung ist dann vergleichsweise gering. Zu einem späteren Zeitpunkt kann dies – schon weil wieder ein Gerüst notwendig wird – erheblich teurer werden. Energiesparen rechnet sich:
Die zusätzlichen Investitionen machen sich durch geringere Energiekosten bezahlt. Keine Angst vor hohen Kosten: Auch für einen schmalen Geldbeutel lassen sich einfache, individuell passende Lösungen finden. Und die meisten Energie sparenden Maßnahmen werden durch attraktive staatliche Förderprogramme unterstützt. 
                                        

                        Entwicklung des Ölpreises die letzten 50 Jahre:

                               

                               (Zum Vergrößern klicken Sie auf das Bild)



Sie erhalten hier auch Hinweise zu den gesetzlichen Bestimmungen. Seit Februar 2002 gilt die
Energieeinsparverordnung.  Darin sind verschiedene Verpflichtungen festgeschrieben, z. B. müssen veraltete Heizungen ausgetauscht werden.
Wir verschweigen Ihnen im Folgenden aber auch die Fallstricke nicht: Selbst ein handwerklich versierter Heimwerker kann nicht alle Arbeiten fachgerecht ausführen. In den einzelnen Kapiteln finden Sie deshalb Empfehlungen, für welche Arbeiten Sie einen Experten zu Rate ziehen sollten und wie Sie mit ihm gemeinsam ans Ziel kommen.
Jedes Gebäude hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Altbauten prägen das »Gesicht« von Städten, Dörfern und Siedlungen. Doch Energiesparmaßnahmen und respektvoller Umgang mit dem kulturellen Erbe und den besonderen Eigenheiten bestehender Gebäude sind heute längst kein Widerspruch mehr. Es gibt viele technische Möglichkeiten, den individuellen Charakter von Fassaden, Fenstern oder Dächern zu erhalten und trotzdem Energie einzusparen. Auch Denkmalschutz und ein niedriger Energieverbrauch schließen einander nicht aus.


1. Umfassende Analyse sorgt für Überblick!
Der Ausgangspunkt jeder Modernisierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes. Dazu gehört die Begutachtung aller wichtigen Bauteile und der Anlagentechnik, ihrer Nutzungsdauer und Schäden. Diese Aufgabe erledigen Architekten und Bauingenieure, bei kleineren Mängeln auch Handwerker. Das Ergebnis ist eine Liste der notwendigen Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten und eine Empfehlung über die dringlichsten Arbeiten. Hinzu kommt eine energetische Bestandsaufnahme. Hier wird durch einen Energieberater überprüft, an welchen Stellen Ihr Haus zu viel Energie verbraucht, wie Sie Energie einsparen können und wie sich die notwendigen Arbeiten mit der baulichen Instandsetzung koppeln lassen. Einen ersten Hinweis darauf, wie hoch das Einsparpotenzial in Ihrem Haus ist, gibt Ihnen der Verbrauchskennwert, den Sie einfach selbst errechnen können (siehe Kasten »Der Energieverbrauchskennwert«). Allerdings zeigt Ihnen diese einfache Methode nicht, ob Ihr zu hoher Verbrauch durch den baulichen Zustand des Gebäudes, etwa durch eine schlechte Dämmung oder eine veraltete Heizung, verursacht werden. Auch durch bestimmte Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Nutzer, wie z. B. dauernde Kipplüftung, wird viel Energie verschwendet.
Wollen Sie die Möglichkeiten zur Energieeinsparung an Ihrem Haus genauer ermitteln, sollten Sie einen »Energiefachmann« hinzuziehen: »Vor-Ort-Energieberater« sind speziell qualifizierte Architekten und Ingenieure. Sie sind die richtigen Ansprechpartner für eine detaillierte Energiediagnose oder die Planung größerer Baumaßnahmen. Auch Handwerker, die eine zusätzliche Ausbildung zum »Gebäudeenergieberater im Handwerk« absolviert haben, können Ihnen weiterhelfen. Der Berater sollte in jedem Falle unabhängig von den Herstellern bestimmter Produkte sein und das gesamte Gebäude einschließlich der Heizungsanlage und Warmwasserbereitung in Augenschein nehmen. Der Berater dokumentiert den Zustand des Gebäudes, empfiehlt Modernisierungsmaßnahmen und errechnet Ihnen oft auch gleich, wie viel Förderung Sie erwarten können. Die energetische Qualität des Gebäudes und Modernisierungsempfehlungen werden im Gebäude-Energiepass (siehe oben) dokumentiert. Auch für die Energieberatung können Sie Fördermittel erhalten. Und das sogar besonders unbürokratisch. Der »Vor-Ort-Energieberater« übernimmt für Sie die Antragstellung.

2. Finanziellen Spielraum prüfen!
Zur Vorbereitung einer Modernisierung gehört natürlich auch, den Finanzbedarf und den individuellen finanziellen Spielraum zu prüfen. Deswegen sollten Sie schon in der Planung staatliche Förderungen berücksichtigen. Für die meisten Modernisierungsmaßnahmen existieren attraktive Förderprogramme, z. B. zinsgünstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für einige Maßnahmen wie Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung gibt es auch staatliche Zuschüsse. Seit neuestem erhalten auch bestimmte Maßnahmen, wie die Modernisierung von Gebäuden auf das energetische Niveau, das für Neubaumaßnahmen nach Energieeinsparverordnung gilt (sog. Niedrigenergiestandard) Kredite, bei denen ein Teil der Kreditschuld erlassen wird. Das wirkt wie ein Zuschuss. Ansprechpartner erfahren Sie in der Übersicht über die Förderprogramme im Anhang.

3. Wie immer am Bau: Gute Planung spart Kosten!
Nach der Analyse wissen Sie als Eigentümer, welche Arbeiten notwendig sind. Selbst wenn Sie einen Teil der Arbeiten selbst in die Hand nehmen wollen, ist in vielen Fällen die Planung durch einen Experten empfehlenswert. Ab etwa 30.000 Euro Investitionsvolumen sollten Sie in jedem Falle einen Architekten oder Ingenieur zu Rate ziehen. Er weiß, welche gesetzlichen Anforderungen bestehen, kann Ihnen wertvolle Hilfen geben, welche Arbeiten Sie in Eigenleistung erledigen können und wie Sie dabei am besten vorgehen. Um einen in der energetischen Modernisierung von Gebäuden erfahrenen Architekten zu finden, sollten Sie sich Referenzobjekte von ihm nennen lassen. Auch eine Besichtigung dieser Gebäude und ein Gespräch mit deren Eigentümer kann sich lohnen. Bevor es richtig losgehen kann, sollten Sie prüfen, ob eine Baugenehmigung notwendig ist. In Deutschland sind kleinere Veränderungen an Wohnhäusern bis zu drei Geschossen in der Regel genehmigungsfrei. Hier sollten Sie sich vorher kundig machen, denn für größere Maßnahmen oder für Baudenkmale ist meist eine Genehmigung erforderlich. Beachten Sie bitte auch örtliche Gestaltungssatzungen. Damit Sie die Angebote auch wirklich vergleichen können, nutzen Sie am besten einen einheitlichen Ausschreibungstext, bei dessen Erstellung Ihnen ein Architekt helfen kann. Darin sollten die anstehenden Maßnahmen und die benötigten Mengen an Baumaterial so genau wie möglich beschrieben sein.  Es ist auch sinnvoll, sich Referenzen über bereits durchgeführte Arbeiten zeigen zu lassen. Sprechen Sie ruhig auch mit anderen Hausbesitzern über deren Erfahrungen mit dem Betrieb. Ein gutes Angebot zeichnet sich durch Vollständigkeit aus. Die wesentlichen Leistungen sind genau benannt und detailliert beschrieben.
Für Geräte oder Materialien sind der Hersteller, das Fabrikat und der Typ benannt. Auch die technischen Daten, Angaben zur Leistung und Qualitätsmerkmale sollten beschrieben sein, eventuell anhand von beigefügten Datenblättern des Herstellers z. B. bei Heizkesseln. In das Angebot gehören auch die genauen Rohrlängen, die Anzahl von Bauteilen (z. B. Heizkörper), Flächen (z. B. Putz) oder Volumina.


Heizen Sie Ihr Geld nicht durch den Kamin:
Behaglich geheizte Räume und warmes Wasser sind unverzichtbar für modernen Wohnkomfort. Um Wärme möglichst preiswert und umweltfreundlich zu erzeugen, sollten Sie moderne Heizungstechnik einbauen. Sie braucht bis zu 40% weniger Brennstoff als alte »Energiefresser«! Dadurch entlasten Sie Ihre Haushaltskasse oft um erhebliche Summen – und heizen auch noch mit mehr Komfort. Deswegen sollten Sie nicht warten, bis Ihre alte Heizung defekt ist. Schon nach 15 Jahren rechnet sich oft eine Erneuerung. Auf den Kessel kommt es an Am meisten Energie können Sie sparen, indem Sie alte Öfen und Heizkessel ersetzen. In einigen Ein- oder Mehrfamilienhäusern gibt es noch Konstanttemperaturkessel, auch Standardheizkessel genannt, die den Brennstoff nur ungenügend nutzen und deshalb als überholt gelten. Gängiger sind Niedertemperaturkessel oder moderne, hoch effiziente Brennwertkessel. Letztere nutzen auch die Abwärme im Abgas aus und benötigen rund 10% weniger Brennstoff als Niedertemperaturtechnik. Die Mehrkosten für einen Gas-Brennwertkessel gegenüber gebräuchlichen Niedertemperaturkesseln betragen etwa 300 bis 800 Euro. Strom sollte man in der Regel nicht direkt verheizen, wie es in alten Direktheizungen oder Nachtspeicherheizungen geschieht. Dafür ist er zu kostbar. Denn um eine Kilowattstunde Strom herzustellen, benötigt man rund drei Kilowattstunden Energie in Form von Kohle, Öl oder anderen Brennstoffen.


Zeitgemäß und wirtschaftlich: regenerative Energieträger

Die Heizungsmodernisierung bietet auch die Chance, einen anderen Energieträger oder Brennstoff zu wählen. Sonnenenergie steht auch in unseren Breiten ausreichend zur Verfügung, um sie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) wie auch zur Wärmegewinnung (Solarthermie) zu nutzen. Solarthermische Anlagen werden meistens zur Trinkwassererwärmung eingesetzt (siehe auch Kapitel Warmwasser). Dabei wandelt der Kollektor auf dem Dach die Solarstrahlung in nutzbare Wärme um, die von einem Wärmeträger aufgenommen und in einen Warmwasserspeicher transportiert wird. An sonnigen Sommertagen kann der Warmwasserbedarf auf diese Weise nahezu vollständig gedeckt werden und der Kessel bleibt ausgeschaltet. Aber auch an trüben Tagen kann das Wasser zumindest vorgewärmt werden. Zusätzlich zur Warmwasserbereitung können Solaranlagen in der Übergangszeit und an sonnigen Wintertagen auch die Beheizung der Wohnräume unterstützen. Sie sparen dadurch Brennstoff und senken ihre laufenden Heizkosten. Moderne Kollektoren mit selektiven Beschichtungen liefern pro Quadratmeter Kollektorfläche im Jahr 350 bis 400kWh. Damit können je nach Heizungsanlage bis 50l Heizöl oder 50m3 Erdgas pro Jahr und m2 Kollektorfläche eingespart werden. Die anfallenden Investitionskosten sind deutlich niedriger, als mancher denkt: Eine Solarwärmeanlage zur Trinkwassererwärmung für einen Vier-Personen-Haushalt gibt es im Komplettpaket schon ab ca. 3.500€ zzgl. Montagekosten. Da die Bundesregierung derzeit jeden m2 Kollektorfläche mit 125€ fördert, könnte man bei diesem Beispiel zudem mit einem staatlichen Zuschuss von 750€ rechnen. Eine ausgereifte und bewährte Technik ist auch die Erzeugung von Solarstrom durch eine Photovoltaikanlage. Den Strom, mit modernen Photovoltaik- Modulen auf dem Dach produziert, sollten Sie vollständig ins Stromnetz einspeisen. Denn Sie bekommen dafür eine hohe Einspeisevergütung von Ihrem Stromversorger.
Die Bundesregierung fördert die Abnahme des Stroms durch die Stromkonzerne, damit sich derartige Investitionen für den Bauherrn amortisieren.


Wesentlich effizienter und umweltfreundlicher als die herkömmliche, getrennte Erzeugung von Strom und Wärme ist die Kraft-Wärme-Kopplung z. B. aus Blockheizkraftwerken (BHKW). Sie speisen die bei der Stromerzeugung gleichzeitig anfallende Abwärme als Heizwärme in ein Nah- oder Fernwärmenetz ein. Prüfen Sie deshalb, ob der Anschluss an ein gemeinschaftliches Blockheizkraftwerk in der Siedlung (Nahwärme) oder an das örtliche Versorgungsnetz (Fernwärme) möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch die dezentrale Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung mit einem eigenen Mini-Blockheizkraftwerk im Keller können Sie erwägen. Diese Lösung lohnt sich aber erst dann, wenn neben der Wärme auch ein Großteil des erzeugten Stromes im Haus genutzt wird. Holz erlebt derzeit eine Wiedergeburt als Energieträger. Interessant sind vor allem automatisch geregelte Zentralheizungssysteme, die beispielsweise Holzpellets mit demselben Komfort wie bei einer Gas- und Ölheizung verbrennen.
Jedoch erkennen sie schon anhand des obigen Preisvergleichs dass hier die Kosten in letzter Zeit am aller dramatischsten gestiegen sind.
Elektrische Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme aus Erdreich, Grundwasser, Außenluft oder Abluft und reduzieren auf diese Weise den Kohlendioxidausstoß. Nur ein Viertel der Heizenergie muss als Strom für den Antrieb der Wärmepumpe zugeführt werden. Etwa drei Viertel der Heizenergie bezieht die Wärmepumpe aus der Umwelt. Je höher der Energieanteil aus der Umwelt ist, desto effektiver arbeitet eine Wärmepumpe. Bei einem hohen Energieanteil aus der Umwelt ist es sinnvoll, Elektroenergie zum Heizen einzusetzen. Energetisch vorteilhaft ist die Verwendung von Erdwärme oder Grundwasser als Wärmequelle und der Einsatz einer Flächenheizung wie z.B. einer Fußbodenheizung.

Wohin mit dem Kessel?
Bevor Sie Ihren Kessel installieren, sollten Sie prüfen, ob die Abwärme der Heizungsanlage direkt genutzt werden kann, beispielsweise durch Einbau in die Küche. Moderne Kessel sind klein, sauber und leise. Die Installation des Kessels im Dachgeschoss hat den Vorteil, dass ein kurzes Abgasrohr ausreicht. Das erspart unter Umständen die Sanierung des Schornsteins. Meistens empfiehlt es sich aber, den Schornstein zu erhalten, um darin später Leitungen zu verlegen, z. B. für eine Lüftungsanlage oder bei Installation einer Solaranlage. In aller Regel jedoch müssen Sie beim Austausch Ihres alten Kessels den Schornstein modernisieren. Dabei wird ein korrosionsbeständiges Abgasrohr aus Metall, Keramik, Kunststoff oder Glas in den alten Schornstein eingezogen. Hierfür müssen Sie mit Kosten zwischen zirka 800 und 1.500 Euro rechnen. Die Abnahme der Heizung muss in jedem Fall durch den Bezirksschornsteinfeger erfolgen.


Beispiele einer Fußboden- sowie einer Wandheizung eines Einfamileinprojektes in Landshut:


Wärme gut verteilen 

Auch bei den Heizungsrohren und den Heizkörpern lässt sich manche Kilowattstunde sparen. Führen Heizungsrohre durch unbeheizte Räume, müssen die Rohre gedämmt werden. Die Wahl der Heizflächen hat übrigens auch Auswirkungen auf die Art der Heiztechnik. Neben konventionellen Heizkörpern sind Wand- oder Fußbodenheizungen möglich. Durch die großen Abstrahlflächen verbreiten sie schon bei verhältnismäßig geringen Heiztemperaturen eine behagliche Wärme. Deshalb lassen sie sich hervorragend mit Brennwertkesseln, Solaranlagen und Wärmepumpen kombinieren.
Wichtig für die bedarfsgerechte Beheizung Ihrer Räume sind auch die Heizkörperventile. Bei alten Heizungen ist es oft ein Zufall, dass sich die gewünschte Raumtemperatur einstellt. Falls nicht vorhanden, rüsten Sie daher unbedingt
Thermostatventile nach. Für schwer zugängliche oder verkleidete Heizkörper sind auch Thermostatventile mit Fernfühler erhältlich. Wer seine Haustechnik insgesamt optimal regeln will, kann eine elektronische Einzelraumregelung mit zentraler Steuereinheit nachrüsten. Unentbehrlich ist eine Regelung der Heizungsanlage, die die Temperatur im Zulauf zu den Heizkörpern in Abhängigkeit von der Außentemperatur und der Tageszeit steuert. Nachts und bei Abwesenheit sollte diese so genannte Vorlauftemperatur möglichst niedrig eingestellt sein. Bei gut gedämmten Gebäuden können Sie den Kessel sogar stundenweise abschalten. Eine programmierbare Regelung mit individuellen Schaltzeiten für die Wochentage und das Wochenende gehört heute zum Standard. Gebäudemodernisierung mit Heizungsaustausch koppeln. Die komplette Erneuerung der Heizung erfolgt am besten im Zuge einer umfassenden Modernisierung des gesamten Gebäudes. Dann kann die Kesselleistung optimal an den reduzierten Bedarf angepasst werden. Unabhängig davon ist der Austausch des Heizkessels sowie des dazugehörigen Abgassystems jederzeit möglich. Kurzfristig ausgetauscht werden müssen Kessel, die nicht mehr den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) oder der Bundesimmissionsschutz- Verordnung (1. BImSchV) genügen. Die Abgas-Grenzwerte überprüft der Schornsteinfeger einmal im Jahr. Aus seinem Messprotokoll können Sie ersehen, wie hoch die Abgasverluste sind. Vergleichen Sie diese einmal mit den Werten eines neuen Kessels – und Sie wissen, dass sich der Kesselaustausch rechnet. Ein Kesselaustausch ist auch ratsam, wenn z. B. Korrosionsschäden oder Leckagen auftreten, wenn der Kessel mit konstant hohen Vorlauftemperaturen (70–90°C) betrieben wird oder wenn es im sonst nicht beheizten Heizraum wärmer als 20°C ist. Heizkessel, die vor Oktober 1978 eingebaut wurden und nicht Niedertemperaturkessel oder Brennwertkessel sind, müssen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bis zum 31. Dezember 2006 ausgetauscht werden. Auch Heizungsrohre und Armaturen in unbeheizten Räumen müssen bis dahin gedämmt sein. Für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser gelten in beiden Fällen längere Fristen. Sollte die Heizungsregelung nicht in der Lage sein, die Heiztemperatur automatisch nach Außentemperatur und Tageszeit zu steuern, fordert der Gesetzgeber die sofortige Nachrüstung. Weiterhin muss jeder Raum eine eigene selbsttätige Regelung haben (z. B. Thermostatventile). Werden in Zentralheizungen mit mehr als 25kW Nennwärmeleistung Pumpen eingebaut, müssen sie eine elektronische Drehzahlregelung aufweisen. Die Installation des Heizkessels, des Abgasstranges und der Brennstoffleitungen für Öl oder Gas sollten Sie auf jeden Fall einem Fachmann überlassen, ebenso die Inbetriebnahme und Abnahme. Damit Sie möglichst lange ungetrübte Freude an Ihrer neuen Heizung haben, sollte sie einmal im Jahr durch eine Fachfirma gewartet werden. Lassen Sie sich bei der ersten Inbetriebnahme die Bedienungsanleitung für die Heizungsanlage einschließlich der Regelungstechnik aushändigen. Es können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden.
KfW-Programm zur CO2-Minderung
für den Austausch des alten Kessels durch einen modernen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe
KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm
für die Erneuerung des Heizungssystems im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen, den Austausch von Einzelraumöfen sowie Kohle- und Nachtspeicherheizungen gegen Öl- und Gasbrennwertkessel gekoppelt mit einer Solaranlage
• Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Solarthermie und Biomasse (z. B. Holzpellets)
• Fördermittel einiger Energieversorger für
Solaranlagen
• Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen nach dem Erneuerbare-Energien- Gesetz (EEG)



V.a. bei Neubauten stellt die Frage nach der Art der Heizung zur Zeit im Hinblick auf die hohen Energiekosten und den CO2-Verbrauch ein beliebtes Thema dar.
Im folgenden sehen sie hierzu einen seriösen da von uns ermittelten sich auf aktuelle Preise stützenden Vergleich einzelner Heizsysteme. (Neuanschaffung)

Alle Angaben ohne Gewähr, Daten basieren auf Angebote diverser Installations- unternehmensangaben, Energie Kosten Durchschnitt 2007/ Erwartung 2008

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Ölheizung

Wärmepumpen

SHT Pelletskessel

Kessel + Brenner + Regelung + Rauchrohr 3.700 Wärmepumpe + Regelung 6.115 Pelletskessel 8.600
Öltank (3000 l) 2.100 Erdkollektor (4 Kreise) 1.691 Schneckenfördersystem 3.200
Montage, Öltank + Zuleitung 480 Verlegung Erdkollektor 672 Montage mit Boiler und Puffer 540
Anbaugruppe, Sicherheit, Armaturen, Zubehör 1020 Anbaugruppe, Sicherheit, Armaturen, Zubehör 540 Regelung Speicher/ Isolierung 1.680
Mischer mit Motor 420   0   0
Fußbodenheizung + Verteiler 130m² + Verlegung 4.800 Fußbodenheizung + Verteiler 130m² + Verlegung 4.800 Fußbodenheizung + Verteiler 130m² + Verlegung 4.800
Montage 1.680 Montage 1.680 Montage 1.680
Elektroanschluss 360 Elektroanschluss 600 Elektroanschluss 360
Inbetriebnahme 192 Inbetriebnahme 1068 Inbetriebnahme 253
Summe Heizanlage ohne Nebenkosten 14.752 Summe Heizanlage ohne Nebenkosten 17.166 Summe Heizanlage ohne Nebenkosten 21.113
Tankraum + Belüftung + Brandschutztür 1.740 Erdarbeiten + Sand 2.280 Raum für Pellets 1.430
Kamin
1.560


Kamin
1.430

Gesamt
Nebenkosten

3.300

Gesamt
Nebenkosten

2.280

Gesamt
Nebenkosten

2.860

Gesamtkosten Heizanlage ohne Förderungen

 (inkl. MWSt.)

18.052

Gesamtkosten Heizanlage ohne Förderungen

(inkl. MWSt.)

19.446

Gesamtkosten
Heizanlage ohne Förderungen

(ink. MWSt.)

23.973


Jahresbetriebskosten (inkl. MWSt.)


910


Jahresbetriebskosten (inkl. MWSt.)


410


Jahresbetriebskosten (inkl. MWSt.)


780

 


Warmes Wasser für wenig Geld

Auch in Bad und Küche können Sie Energie sparen. Sie brauchen dabei auf Komfort nicht zu verzichten. Die Warmwasserbereitung bietet dazu viele Möglichkeiten. Wie viel Energie Sie für Ihr Warmwasser verbrauchen und wie viel Sie dafür zahlen müssen, hängt nicht nur von der Verbrauchsmenge ab, sondern auch von der Art der Warmwassererwärmung.
Effektiv: zentrale Warmwasserbereitung Kostengünstig und Energie sparend ist es, Warmwasser zentral mit modernen Heizkesseln zu erzeugen. Es empfiehlt sich deshalb häufig, mit der Modernisierung der Heizung gleich auch die Warmwasserbereitung zu erneuern. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen: Am gebräuchlichsten sind Anlagen, bei denen das Warmwasser vom Heizkessel erwärmt und in gut gedämmten Warmwasserspeichern für die Nutzung in Küche und Bad gesammelt wird. Für ein Einfamilienhaus benötigen Sie Speicher von 100 bis 300l – je nach Haushaltsgröße. Der Vorteil: Diese Speichersysteme lassen sich sehr einfach mit Solartechnik kombinieren. Auch wenn Sie erst in ein paar Jahren eine Solaranlage anschaffen wollen, sollten Sie beim Austausch von Warmwasserspeichern Geräte wählen, die für den Anschluss von Solartechnik geeignet sind. Es können auch Kombikessel oder Kombikesselthermen für die Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Die Systeme, bei denen das Wasser, wie bei einem Durchlauferhitzer durch einen Wärmeübertrager im Kessel strömt, kommen ohne Warmwasserspeicher aus. Sie benötigen jedoch eine große Heizleistung. Sie werden meist in Einfamilienhäusern oder für Etagenwohnungen eingesetzt. Es können mehrere Zapfstellen angeschlossen aber meist nicht gleichzeitig genutzt werden. Bei Rohrlängen über 10m kann es recht lange dauern, bis warmes Wasser aus dem Hahn kommt. Das treibt die Wasserkosten in die Höhe. In diesem Fall ist meist eine Zirkulationsleitung sinnvoll. Beim Einsatz von Zirkulationspumpen muss eine selbsttätige Abschaltung, wie z. B. eine Zeitschaltuhr, eingebaut werden. Die mancherorts genutzte elektrische Rohrbegleitheizung ist aus hygienischen und energetischen Gründen nicht zu empfehlen. Denken Sie immer daran, die Wärmeverluste an den Rohren – besonders an den Zirkulationsrohren – durch Dämmung zu reduzieren. Da Warmwasser als Trinkwasser und damit als Lebensmittel zählt, dürfen Installationen nur von Fachbetrieben mit Zulassung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) ausgeführt werden. Auch die jährliche Wartung der Anlage sollten Sie einem Fachmann überlassen.

Duschen und Baden mit Sonnenwärme

Mit modernen Solarkollektoren können Sie Ihr Warmwasser im Sommer bis in die Übergangszeit hinein erwärmen, dadurch Brennstoffe sparen und Ihre Energiekosten stark verringern. Eine gute Solaranlage kann durchaus 60% Ihres jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser decken. Nur im Winter muss der Heizkessel einspringen. Wenn Sie sich einen Wärmemengenzähler einbauen lassen, können Sie damit den Ertrag Ihrer Solaranlage genau ablesen.


 

Dezentrale Systeme

Die dezentrale Warmwassererzeugung empfiehlt sich besonders, wenn Heizkessel und Zapfstelle so weit voneinander entfernt liegen, dass eine große Menge Wärme in den Leitungen verloren geht. Auch wenn nur selten Warmwasser benötigt wird, wie in Gästetoiletten oder im Wochenendhaus, kann eine dezentrale Warmwasserbereitung wirtschaftlicher sein. Bei dezentralen Systemen benötigt jede Zapfstelle ein eigenes Warmwassergerät, beispielsweise einen Durchlauferhitzer, der das Wasser nur dann erwärmt, wenn es auch benötigt wird. In der Regel sind die Investitionskosten bei dezentraler Warmwassererwärmung geringer, die Verbrauchskosten jedoch höher als bei zentraler Warmwasserbereitung. Der Anschluss von Sonnenkollektoren ist hier nicht möglich. Ganz gleich, wie das Warmwasser erzeugt wird: Sparsamer Verbrauch senkt die Energiekosten. Sparbrausen und Wassersprudler sind schnell eingebaut. Auch Wasserstopp-Tasten und moderne Mischarmaturen schonen Ihren Geldbeutel.

Der beste Zeitpunkt, die Warmwasserbereitung zu erneuern, ist die Heizungsmodernisierung. Hierbei können Sie Ihre Warmwasserbereitung auch auf eine moderne zentrale Versorgung umstellen. Vor allem bei Ein- und Zweifamilienhäusern können Sie damit sehr viel Energie einsparen. Auch die Installation einer Solaranlage können Sie günstig mit der Heizungsmodernisierung verbinden. Im Zuge einer neuen Dacheindeckung wird der Einbau einer Solaranlage etwas günstiger.Die Wärmedämmung von Warmwasserrohren lohnt sich immer. Falls Ihre Warmwasserleitungen noch nicht gedämmt sind, sollten Sie dies umgehend in Angriff nehmen. Ungedämmte Warmwasserleitungen, Zirkulationsleitungen und Armaturen in unbeheizten Räumen müssen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bis zum 31. Dezember 2006 gedämmt werden. Für selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser gelten längere Fristen. Es können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden:

KfW-Programm zur CO2-Minderung für den Austausch des alten Kessels durch einen modernen Niedertemperatur- oder Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe
KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm für die Erneuerung des Heizungssystems im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen, den Austausch von Einzelraumöfen sowie Kohle- und Nachtspeicherheizungen gegen Öl- und Gasbrennwertkessel gekoppelt mit einer Solaranlage
• Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für
Solarthermie
• Fördermittel einiger Energieversorger für Solaranlagen

Lüftung sorgt für prima Klima

Gesundes Wohnklima erfordert nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch die richtige Luftfeuchte. Durch Kochen, Duschen oder Zimmerpflanzen entstehen in einem Drei-Personen-Haushalt bis zu 8l Feuchtigkeit täglich. Ohne ausreichende Lüftung kondensiert diese Feuchte an kalten Flächen, sorgt für ein unangenehmes Raumklima und kann zu Schimmelpilzbildung führen. Um Schäden zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig und gezielt lüften (siehe Hinweise zum richtigen Lüften im Anhang). Wenn Sie es bequemer – und meist auch Energiesparender – haben wollen, können Sie dafür auch technische Unterstützung nutzen.

Nicht zu viel und nicht zu wenig – Lüftung mit Technik

Mit modernen Lüftungsanlagen lassen sich Schimmelpilze und Bauschäden zuverlässig vermeiden. Sie funktionieren selbsttätig, können Staub und Pollen herausfiltern und der Lärm bleibt – anders als bei geöffneten Fenstern – draußen. Darüber hinaus können Sie durch automatisch geregeltes Lüften auch Energie einsparen. Spezielle Abluftanlagen führen die verbrauchte Luft und Feuchtigkeit mit einem Ventilator dort ab, wo sie entsteht: aus Küche, Bad und WC. Damit frische Luft nachströmen kann, werden in den Fenstern der Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer so genannte Außenwand-Luftdurchlässe (ALD) installiert.



Um den Luftaustausch innerhalb der Wohnung zu ermöglichen, müssen die Türen entweder genügend große Luftspalten oder Überström- Luftdurchlässe haben. Noch mehr Energie sparen Sie durch eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Die warme Abluft erwärmt die kalte Frischluft. Dadurch können Sie Heizenergie und Kosten sparen, bis zu 20kWh/(m2a). Für den Betrieb der Ventilatoren müssen Sie ca. 2–3kWh/(m2a) Elektroenergie aufwenden. Die Anschaffungskosten für eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung betragen zwischen 5.000 und 8.000 Euro pro Wohnung.
Der notwendige Installationsumfang für die Luftleitungen ist abhängig von der Raumanordnung und der Konstruktion des Gebäudes.

•Wenn Sie keine Lüftungsanlage haben, lüften Sie am besten mit weit geöffnetem Fenster (zwei- oder dreimal am Tag) – im Winter jeweils 5 bis 10 Minuten, im Frühjahr und Herbst ca. 15 bis 30 Minuten. Schlafräume (auch Kinderzimmer) sollten Sie direkt nach dem Aufstehen lüften.
• Vermeiden Sie dauerhaft angekippte Fenster.
•Wenn Sie eine automatische Lüftungsanlage einbauen, sollte diese während der Heizperiode täglich mindestens 12 Stunden laufen. Im Sommer kann sie ausgeschaltet bleiben.
• Die Lüftungsanlage sollte regelbar sein, damit sie während des Duschens oder Kochens auf eine höhere Leistung eingestellt werden kann.
• Beim Einbau einer Lüftungsanlage sollten Sie Anlagen mit einem Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung von mindestens 80% wählen.
• Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung können nur dann energieeffizient arbeiten, wenn das Gebäude luftdicht ist. Der mit einem Luftdichtheitstest
(dem so genannten Blower-Door-Test) ermittelte Luftwechsel muss auf jeden Fall weniger als 1 pro Stunde betragen – je kleiner, desto besser.

Einzelne Räume wie Küche oder Bad können Sie auch mit dezentralen Lüftungsgeräten ausstatten. Diese Geräte werden meist am Fenster installiert. Auch hier kann eine Wärmerückgewinnung integriert werden. Weil dezentrale Lüftungsgeräte jedoch nicht geräuschlos arbeiten, sind sie weniger komfortabel als zentrale Anlagen. Bedenken Sie auch: Je mehr dezentrale Geräte Sie betreiben, desto höher wird der Wartungsaufwand. Auch der Strombedarf steigt mit der Anzahl der Ventilatoren. Fensterlose Küchen, Bäder oder Toiletten kommen in der Regel nicht ohne Lüftungstechnik aus. Dazu haben einige Bundesländer eigene Vorschriften erlassen. Auch sollten Sie vor Einbau der Lüftung den Schornsteinfeger hinzubitten. Er kann verhindern, dass durch falsche Installation schädliche Verbrennungsgase in die Räume gelangen.
Knackpunkte bei der Installation von Lüftungsanlagen
• Achten Sie darauf, dass keine störenden Geräusche oder Zugluft entstehen.
• Die Luftleitungen brauchen Öffnungen, damit Sie oder Fachfirmen die Anlage später reinigen können.
• Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung sparen nur dann Heizkosten, wenn Sie die Fenster während der Heizperiode möglichst wenig öffnen.
• Lassen Sie sich in die Bedienung einweisen und fordern Sie eine gut verständliche Beschreibung sowie die Bedienungs- und Wartungsanleitung.
• Achten Sie auf regelmäßige Wartung Ihrer Lüftungsanlage.

Die Planung und Installation der Lüftungsgeräte und der Kanäle sollten Sie einer Fachfirma überlassen.
Für notwendige Durchbrüche in Wand und Boden stehen wir ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Alles bedacht ?

Heizung und Warmwasserbereitung

Nutzung erneuerbarer Energien geprüft?

(solare Heizungsunterstützung, solare Warmwasserbereitung, Holzheizung, Wärmepumpe)

Anschlussmöglichkeit an Fern- oder Nahwärme aus Heizkraftwerken geprüft?

Schornsteinmodernisierung notwendig?

Aufstellung des Kessels in einem beheizten Raum möglich?

Verzicht auf die Warmwasserzirkulation (Zirkulationsleitung) möglich?

Anforderungen der EnEV geprüft und eingehalten?

Rohrdämmungen lückenlos ausgeführt?

Jährliche Wartung beauftragt?

Betriebsanleitung erhalten?

Absenkung oder Abschaltung der Heizung in der Nacht und bei Abwesenheit eingestellt?

Entscheidung über Art der Lüftung getroffen?

Bei Einsatz einer Lüftungsanlage:

Für Zu- und Abluftanlage: luftdichte Gebäudehülle vorhanden?

Für Zu- und Abluftanlage: mindestens 80% Wärmerückgewinnung?

Bedarfslüftung (z. B. nach Duschen oder beim Kochen) einstellbar?

In die Bedienung eingewiesen?

Wartungsvertrag abgeschlossen?

 

 

Das Thema ENERGIESPAREN geistert derzeit durch sämtliche Medien.
Denn nicht nur durch bauliche Maßnahmen wie Dämmmaßnahmen oder eine effiziente Heiztechnik kann der Energieverbrauch minimiert werden.
Im folgenden erfahren sie die 10 seriösesten und effizientesten Tipps zum nachhaltigen Energiesparen im Haushalt:

1. Funkgesteuerte Steckdosen für alle Stromverbraucher

„Alle Geräte, die nach dem Ausschalten auf Standby gehen, an Steckdosenleisten anschließen. Zwischen Steckdose und Steckdosenleiste jeweils eine funkgesteuerte Steckdose installieren (ab etwa 10 Euro). Mit der Fernbedienung lassen sich alle „stillen Verbraucher“ komplett ausschalten, wenn man sie nicht braucht. Das ist komfortabel und preiswert!“ Allein in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt lassen sich so rund 440 kWh und etwa 80 Euro im Jahr sparen.


2. Kürzerer Betrieb der Warmwasser-Zirkulationspumpe

„Bei neueren Heizungen lässt sich der Betrieb der Zirkulationspumpe für das Warmwasser takten. Je nach Bedarf der Bewohner läuft sie dann beispielsweise nur jede Viertelstunde für einige Minuten. Das spart Strom für die Pumpe sowie Energie für die Warmwassererwärmung, ohne dass die Nutzer sich über zu kaltes Warmwasser beschweren. Wenn keine Steuerung der Pumpe mit Taktung vorhanden ist, kann man eine Zeitschalt uhr installieren.“
Eine Zeitschaltuhr zum Anschließen an die Zirkulationspumpe erhält man schon für ein paar Euro zum Beispiel im Baumarkt. Über Nacht lohnt es sich in den meisten Fällen, die Zirkulationspumpe ganz abzuschalten.


3. Energieeffiziente Beleuchtung

„Durch den Austausch von Glühbirnen und Halogenlampen gegen Energiespar- oder LED-Lampen im gesamten Haus habe ich den Stromverbrauch erheblich senken können. Der Anschaffungspreis für diese neuen Leuchtmittel ist derzeit zwar noch vergleichsweise hoch. Die Anschaffung lohnt aber, weil diese Leuchtmittel wesentlich länger halten.“
Gerade dort wo Lampen länger als eine halbe Stunde am Tag brennen, empfehlen sich Energiesparlampen. Gute Lampen kosten etwa fünf bis zehn Euro. Für eine gemütlichere Beleuchtung gibt es sie inzwischen in den Lichtfarben Warmweiß sowie Extra-Warmweiß. Auch in der Form sind sie oft kaum noch von normalen Glühbirnen zu unterscheiden. LED-Strahler eignen sich für Effektbeleuchtung als Ersatz für manchen Halogenstrahler.
Mit dem Einsatz solcher Lampen spart ein Durchschnittshaushalt jährlich leicht über 200 kWh und 36 Euro Stromkosten.


4. Geregelte Umwälzpumpen für die Heizanlage

„Die Umwälzpumpe unserer Heizanlage war ungeregelt und arbeitete normal mit konstanter Leistung, meist oberhalb 40 Watt. Ich habe sie durch eine geregelte Pumpe ersetzt, deren Leistung sich je nach Wasserdurchfluss im Bereich von 6 Watt bis 25 Watt einstellt. Das spart im Jahr bis zu 250 kWh. Außerdem werden dadurch Strömungsgeräusche im Heizsystem minimiert bzw. verschwinden völlig.“ In vielen Häusern sind die Heizungspumpen überdimensioniert, falsch eingestellt oder haben wegen ihres Alters einen schlechten Wirkungsgrad. Es lohnt sich daher für Eigentümer und Hausverwalter, mit dem Energiespar-Ratgeber PumpenCheck auf www.klima-sucht-schutz.de zu prüfen, ob der Austausch der alten Pumpe sinnvoll ist. Beim Neukauf zeigt das EU-Energielabel wie bei Kühlschränken und Lampen die Energieeffizienz von Umwälzpumpen an.


5. Bewegungsmelder zur Flurlichtsteuerung

„Gerade im Flur ist das Licht häufi g unnötig lange eingeschaltet. Ich habe bei mir im Haus einfach die Lichtschalter im Flur durch Unterputz-Bewegungsmelder ausgetauscht. Das hat keinen Dreck gemacht, da keine neuen Löcher in die Wand gebohrt oder neue Kabel verlegt werden mussten. Als positiver Nebeneffekt ist der Komfort gestiegen, da jetzt das Licht immer automatisch an- und ausgeschaltet wird. Diese Installation spart bei mir ca. 150 kWh Energie im Jahr und knappe 30 Euro.“
Solche Bewegungsmelder, die man an Stelle des normalen Lichtschalters einsetzt, kosten etwa 30 Euro. Sie sind mit einem Dämmerungsschalter versehen, so dass sie nicht angehen, wenn es ohnehin hell ist. Außerdem lassen sie sich von Hand auf Dauerlicht stellen.


6. Regelmäßig den Energieverbrauch
„Der beste Weg zum Energiesparen ist für mich, eine Jahrestabelle mit Monatsübersicht am PC zu führen. Am Ende jedes Monats trage ich die Werte in die Tabelle ein und rechne den monatlichen Verbrauch aus. Dies kann man auch wöchentlich oder täglich machen. Diese Übersicht wirkt Wunder und hat mir sehr geholfen, Energie zu sparen. Für das Jahr 2006 erwarte ich eine Rückzahlung von ca. 600 Euro trotz höherer Energiepreise!“
Einfach die Strom- und Gasverbräuche aus Abrechnungen oder Zählerständen eingeben und per Mausklick die Entwicklung des täglichen oder jährlichen Verbrauchs sowie deren Kosten ansehen.


7. Warmwasserzirkulation nach Bedarf steuern

„In meinem Haushalt hat sich eine Zeitschaltuhr zum Betrieb der Warmwasser-Zirkulationspumpe leider nicht bewährt. Die Zeiten der Warmwasserentnahme änderten sich zu oft und es wurde immer dann warmes Wasser benötigt, wenn die Pumpe Pause hatte. Ich habe die Pumpe seit etwa zwei Jahren an eine Funkschaltsteckdose angeschlossen und in Küche und Bad je einen Funktaster angebracht. Wenn ich Warmwasser benötige, genügt ein Tastendruck. Je nach Lage der Entnahmestelle dauert es etwa 15 – 60 Sekunden, bis das warme Wasser aus dem Hahn entnommen werden kann. Zur Sicherheit gegen vergessenes Ausschalten habe ich die Funksteckdose auf zehn Minuten Schaltzeit programmiert.“
Die Kosten für eine Funkschaltsteckdose mit Timerfunktion sowie einem Wandsender liegen bei etwa 40 Euro. Läuft die Warmwasserzirkulationspumpe nicht den ganzen Tag, spart das sowohl Energie für das Warmwasser als auch Strom für die Pumpe. Diese Maßnahme eignet sich besonders für Mietshäuser mit unterschiedlichen Zeiten für den Warmwasserbedarf. Von den verringerten Heiz- und Betriebskosten profitieren zudem auch die Mieter.


8. Effizientes Kühlen spart bis zu 100 Euro Stromkosten

„Um Energie vernünftig einsparen zu können, muss man wissen, wo sie in großen Mengen verbraucht wird. Mit einem Energiemessgerät kann man nach und nach seine Geräte überprüfen und gegebenenfalls durch neue energiesparende Geräte ersetzen. Überprüft man alte Kühlschränke, stehen einem glatt die Haare zu Berge, wenn man sieht, was diese an Energie verbrauchen.“
Kühl- und Gefriergeräte benötigen im Haushalt ein Viertel und mehr des gesamten Stroms. Der Austausch ineffizienter Geräte gegen Energie sparende Modelle macht sich daher meist bezahlt. Für die
Umwelt lohnt es sich bereits, bei sachgerechter Entsorgung einen durchschnittlichen Kühlschrank aus dem Jahr 2000 gegen ein Gerät der Energieeffi zienzklassen A+ oder A++ auszutauschen, trotz Aufwand für die Herstellung des Neugerätes. Ob sich der Ersatz des eigenen Kühlgerätes empfi ehlt, lässt sich einfach mit dem Energiespar-Ratgeber KühlCheck auf www.klima-sucht-schutz.de überprüfen.


9. Sommerpause für die Heizungsanlage

„Die meisten älteren Heizungsanlagen kann man leicht von Winter- auf Sommerbetrieb umstellen. Aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit nutzen viele Eigentümer diese Möglichkeit nicht. Das kann dazu führen, dass die Heizung im Sommer in den frühen Morgenstunden und abends heizt, obwohl tagsüber genug Wärme ins Haus gelangt. Neue Anlagen stellen automatisch auf Sommerbetrieb um. Aber auch hier kann es vorkommen, dass sie unnötig anspringen. Werksseitig liegt der Schwellenwert der Außentemperatur, bei der sie in Betrieb gehen, meist bei rund 16 Grad. Verringert man diesen auf etwa zwölf Grad, schaltet sich die Heizung nur bei wirklich kühler Witterung ein.“
Meist kann man ältere Heizungsanlagen ohne Ganzjahresregelung mit einem einfachen Schalter auf Sommer- oder Warmwasser-Betrieb umschalten. Erfolgt die Erwärmung des Trinkwassers nicht über die Heizung, lohnt es sich, diese mit Ende der Heizperiode ganz auszustellen. Schaltet man zudem die Umwälzpumpe der Heizung ab, spart man so im Einfamilienhaus insgesamt etwa 100 Euro.
Übrigens: Für den Austausch alter Heizungsanlagen eignen sich besonders die Sommermonate.


10. Sauber in die Heizsaison starten

„Eine Heizkörperreinigung verbessert spürbar die Wärmeabgabe. Viele Heizkörper sind im Innenbereich stark mit Staub und anderen Ablagerungen verschmutzt. Befreit man den Heizkörper von diesem Dreck, so findet eine bessere Umwälzung der Luft statt. Außerdem werden Allergiker von Hausstaubmilben befreit.“
Saubere Heizkörper schöpfen die Heizleistung besser aus und tragen zu einem sparsamen Einsatz von Heizenergie bei. Zudem riecht die Heizungsluft frischer. Für schwer zugängliche Bereiche bietet sich eine professionelle Heizkörperreinigung an.
 
                                                                                                               
                                                                                                     Dipl.-Ing. Univ. Franz Brandl jun.
                                                                                                     Brandl  Bauunternehmen  GmbH 




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