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Wärmedämmung - zukunftsorientiert Bauen und Sanieren


Wärme-Grundwissen: 

Wärme ist eine Erscheinungsform der Energie. Sie äußert sich in einer Schwingenden Bewegung der Moleküle eines Stoffs gegeneinander ("Brownsche Molekularbewegung"), die mit steigender Temperatur zunimmt. Beim absoluten Nullpunkt (den berüchtigten 0° Kelvin = -273 °C aus der Schulphysik) stehen alle Moleküle still. Wärme entsteht also durch "Chemie" (exotherme Prozesse = chemische Abläufe, bei denen Wärme frei wird).
Am meisten bekannt und wohl am häufigsten ist die Verbrennung (Oxidation = Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft). Im Bereich der Bauchemie ist beispielsweise der Abbindeprozess des Zements ein Prozess außerhalb der Verbrennung, bei dem Wärme frei wird. Bei diesen chemischen Vorgängen entstehen neue Stoffverbindungen. Dabei wird Wärme freigesetzt.
Auch Umschichtungen im Kristallgefüge eines Stoffes können Wärme freisetzen. Auch dabei verändert der Stoff seine Eigenschaften. In zahlreichen physikalischen Vorgängen entsteht Wärme aus einer anderen Energieform. Sie wird nur umgewandelt. Das tägliche Leben zeigt eine Vielzahl solcher Vorgänge wie z.B. Entstehung von Wärme durch Reibung (Händereiben, Bremsen, Heißlaufen eines Lagers), beim Komprimieren von Gasen (Zusammendrücken von Luft in der Luftpumpe oder in der Wärmepumpe), bei der Umwandlung elektrischer Energie in Wärme (Herd, Grill, Strahler) oder in Licht mit der Begleiterscheinung der Wärmestrahlung. Der Transport von Wärmeenergie, bzw. der Wärmeaustausch, kann in drei Formen stattfinden, die auch zusammen auftreten: Wärmeleitung, Wärmestrahlung, und Konvektion.  

                                                   

-Von Wärmeleitung spricht man dann, wenn sich Temperaturunterschiede dadurch auszugleichen versuchen, dass das jeweils wärmere , d.h. stärker schwingende Molekül Energie an das kältere, benachbarte abgibt. Wärmeleitung findet in allen Stoffen und zwischen allen aneinandergrenzenden Stoffen statt und erfolgt stets von der höheren zur niedrigeren Temperatur. Die Wärmeleitfähigkeit kennzeichnet eine spezifische Stoffeigenschaft und gibt an, welcher Wärmestrom W in 1 Sekunde durch 1 m² einer 1m dicken Schicht hindurchgeht, wenn das Temperaturgefälle 1 K beträgt.
Sie ist entscheidend von der Stoffdichte abhängig. Dichte Stoffe (z.B. Stahl) haben eine hohe, poröse Stoffe (Dämmstoffe) eine geringe Leitfähigkeit.(Weitere Faktoren sind die Struktur, die Größe und Art der Poren sowie der Feuchtigkeitsgehalt.) Als Grundsatz gilt: Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser die Wärmedämmung.

-Die Wärmestrahlung (=Infrarotstrahlung) besteht wie das Lichtaus elektromagnetischen Wellen. Ihre Frequenz liegt jedoch niedriger als die des Lichts, d.h. sie ist langwelliger. Jeder Stoff, auf den Wärmestrahlung trifft, reflektiert einen Teil davon, den Rest absorbiert er, d.h., er erhöht seine Temperatur, indem er die Strahlung aufnimmt. (z.B. Aussenwand)
Gase sind allerdings weitgehend durchlässig für Wärmestrahlung. Sie reflektieren und absorbieren sie kaum, während selbst lichtdurchlässige feste Stoffe wie Glas und Flüssigkeiten nur einengeringen Teil der Wärmestrahlung passieren lassen.
Der Anteil der Wärmestrahlung, der absorbiert wird, ist stark von der Farbe abhängig. (vgl. Erwärmung eines Autos) Bei Kunststofffenstern hat man Differenzen bis ca. 30 k gemessen.
Das unterschiedliche Verhalten der Wärmestrahlung je nach der Bauteiloberfläche, auf die sie auftrifft, wird bautechnisch z.B. bei Heizkörper-Reflexfolien, in Absorbern für Sonnenenergie-Heizanlagen, bei wärmedämmenden Isolierglasscheiben und nicht zuletzt bei Treibhäusern aus
genutzt.

-Von Konvektion (Wärmeströmung, -umwälzung) sprechen wir, wenn einer Flüssigkeit oder einem Gas (z.B.Luft) Wärme zugeführt wird. Wie beim festen Stoff bewirkt auch hier Erwärmung und damit verbundene Verstärkung der Molekularbewegung ein Auseinanderrücken der Moleküle. Die raumbezogene Masse verringert sich. Durch die freie Beweglichkeit der Moleküle steigen die erwärmten Gas- oder Flüssigkeitsanteile hoch, nach Auskühlung sinken sie wieder ab.
Unangenehm macht sich die Konvektion bemerkbar, wenn in einem Raum eine schlecht wärmegedämmte Fläche wie z.B. ein Einfachfenster gegenüber einer Heizquelle, also einem Ofen, angebracht ist. Da ist es an der Decke warm, und am Fußboden haben wir das Gefühl, dass es zieht und kalt ist.  


               Hier gelangen Sie zum Energiesparen durch technische Ausstattung: 
                                                


                                             
Wärmeempfinden 

Der Mensch fühlt sich nur innerhalb eines beschränkten Temperaturbereichs wohl. Doch nicht nur die Temperatur der Raumluft selbst, sondern auch die Temperatur der raumumschließenden Wände, die ja Wärme abstrahlen, und von Menschen abgestrahlte Wärme aufnehmen, ist wesentlich für die Behaglichkeit.
Liegt die Temperatur der Wandoberfläche mehr als 3-4 °C unter der Raumlufttemperatur, die im behaglichen Bereich von 18-22 °C liegt, empfinden wir Unbehaglichkeit. Die Wärmeabstrahlung des Körpers wird verstärkt von der Wand aufgenommen. Die Rückstrahlung ist geringer. Bei ausreichend hoher Temperatur der Wandfläche wird niedrigere Lufttemperatur kaum empfunden. Erreicht werden höhere Temperaturen der Wandinnenfläche durch bessere Wärmedämmung der Außenwand, also ohne Erhöhung der Heizleistung. Wohnbehaglichkeit mit wenig Aufwand zu erreichen, sollte das Ziel gekonnter Wärmedämmung sein. Da die Ansprüche der Menschen sehr unterschiedlich sind, muss man hier eine Negativauslese treffen, das heißt, man muss die Erscheinungen, die mit Sicherheit Unbehaglichkeit hervorrufen, ausschalten. Wärmeabhängige Faktoren, die Unbehaglichkeit hervorrufen, sind die bereits erwähnte Luftzirkulation im Raum infolge gegenüberliegender Erwärmung und Abkühlung und zu tiefe Oberflächentemperaturen der Wände, an die der Körper dann Wärme abstrahlt. 


Wärmedämmung 

Um Wärmedämmung richtig verstehen und anwenden zu können, ist das Verständnis einer Anzahl von Grundbegriffen unerlässlich:




Kälte gibt es in diesem Zusammenhang nicht. Kälte ist ein Mangel an Wärme.
Nicht die Kälte dringt in den Raum ein, sondern die vorhandene Wärmeenergie fließt durch die Umfassungswände nach außen hin ab, dahin, wo weniger Wärme vorhanden ist.
(im Übrigen steigt i.A. auch nicht wärmere Luft nach oben, sondern die „schwerere“ kalte Luft verdrängt nur beim –durch ihre höhere Dichte bedingtes- Herabsinken die wärmere nach oben)

Isolieren, also den Durchgang durch einen Stoff unterbinden, kann man bei Wärme nicht.
Es gibt keinen Stoff, der sich nicht selbst erwärmen, an die Temperatur der Umgebung anpassen und diese Wärme auch wieder an kältere Stoffe in seiner Umgebung abgeben muss.

Wärmedämmen kann man mit Stoffen, die die Wärme schlecht leiten. Die Eigenschaft Wärme schlecht zu leiten ist Stoffeigenart. Um Wärmedämmung zu verstehen und richtig einzuschätzen, muss man sie in Zahlen sehen und die grundlegenden Rechenwege sicher beherrschen und sich bei Begriffsbezeichnungen, welche von Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchlasskoeffizient, Wärmedurchlasswiderstand,  über Wärmeübergangskoeffizient und Wärmeübergangswiderstand bis hin zum Wärmedurchgangskoeffizienten reichen, zurechtfinden. 
Die Wärmedämmung der raumumschließenden Bauteile, d.h. der Wände, Fußböden, Decken, Dächer, usw. hängt natürlich von deren Aufbau ab. Vergleicht man zwei Bauteile selber Stoffart aber unterschiedlicher Bauteilstärke, so hat erhält man durch den einheitlichen Baustoff zwar ein identische Wärmeleitfähigkeit (siehe Grundwissen), der Widerstand der das gesamte Bauteil jedoch der Wärmeleitung entgegensetzt ist bei dem dicker konstruierten Bauteil größer. Die Stärke der Schichten der einzelnen Bauteile der Außenhaut (z.B.Ziegelwand) hat also einen deutlichen Einfluß auf die Wärmedämmung und damit den Energieverbrauch beim späteren Betrieb eines Gebäudes.
Wie bereits oben beschrieben hat jedoch die Art des Stoffes eines Bauteils einen weitaus höheren Einfluss auf dessen Wärmedämmverhalten.
So weist beispielsweise eine PUR-Hartschaum-Dämmschicht ein ca. 30 mal höheres Dämmverhalten als eine gleich dicke Hochlochziegelwand, und ein ca. 20000 mal höheres Dämmverhalten als eine gleich starke Kupferschicht auf. Eine völlig von der Außenwelt abgeschlossene Luftschicht wäre hierbei bis auf einige noch leichtere Gase (welche beispielsweise bei einer Wärmeschutzverglasung verwendet werden) das am besten geeignete Material welches uns vor zu hohen Wärmeverlusten schützt.  



Berechnung des Temperaturverlaufs in einer Wandkonstruktion 

Abhängig vom konstruktiven Aufbau einer Raumbegrenzung, sei es Decke, Wand oder Dach, ist auch der Temperaturverlauf. Die unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit der Baustoffschichten ist die Ursache dieser Zusammenhänge, die festzustellen es zwei wichtige Gründe gibt.
Von Bedeutung für die Wohnbehaglichkeit während der kalten Jahreszeit ist die Temperatur der Innenseite der Begrenzungsflächen (siehe unten) Noch wichtiger für die bauphysikalische Funktion einer Wand oder Decke ist der Temperaturverlauf und seine Auswirkung auf den hindurchdiffundierenden Wasserdampf. Denn ein feuchter Baustoff leitet die Wärme deutlich besser durch ein Bauteil. Diese Zusammenhänge werden unter Abdichtung erklärt. Dieser Zusammenhang zeigt wie eng die Bereiche Wärme und Wasserdampf im Baubereich zusammenhängen. Sobald man erkannt hat, dass man bei der Wärmedämmung nur etwas sinnvolles bewirken kann, wenn man in Zahlen damit umzugehen versteht, entsteht auch der Wunsch, den Temperaturverlauf in einer Wandkonstruktion berechnen zu können.
Diese Darstellung des Temperaturverlaufs ermöglicht es, zu ermitteln, wo der so wichtige Taupunktbereich (siehe Abdichtung ) liegt.


                        


 

Wärmebrücken 

Die großen Unterschiede in der Wärmeleitfähigkeit der Baustoffe haben zur Folge, dass immer wieder „Löcher“ in den Dämmflächen entstehen können, sei es durchlaufender Beton, Mörtelfugen ohne Dämmung, ungedämmte Stürze, durchlaufende, stehengebliebene Bewehrungseisen, durchbetonierte Fensterbankunterstützungen, und dergleichen mehr.
Durch diese nur kleinen vereinzelten Bereiche, in denen Wärme durch eine fehlende Dämmschicht ungehindert nach außen dringen kann (Dämmlöcher), kann die gesamte
Wärmedämmung deutlich überproportional abnehmen.
Je wärmedämmender nämlich die Wand- und Deckenteile ausgebildet sind, desto größer ist der relative Einfluß der Wärmebrücken. Es muss also versucht werden, Wärmebrücken um jeden Preis zu vermeiden! 

    



Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung, gültig seit 01.02.2002, soll die von der Bundesregierung angestrebte Verringerung der CO²-Emissionen nachhaltig unterstützen. Deshalb wurden die Anforderungen an den Heizenergiebedarf von neuen Gebäuden gegenüber der Wärmeschutzverordnung '95 um weitere 30% verschärft - ein entscheidender Schritt, den Niedrigenergiehausstandard zu etablieren. Die Energetische Qualität von Wohngebäuden und Gebäuden mit ähnlicher Nutzung wird durch den
-Jahre-Primärenergiebedarf
-spezifischen Transmissionswärmeverlust
bestimmt.


Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung und Bewertung wird bei der EnEV die Anlagentechnik in die Bilanzierung einbezogen. So können schon im Planungsprozess bauliche und anlagentechnische Maßnahmen miteinander optimiert werden. Die Energieeinsparverordnung enthält im Bezug auf den Wärmeschutz folgende wesentlich Neuerungen, bzw. Änderungen gegenüber der WSVO '95:
1. Der Nachweis des Mindestwärmeschutzes wird wie bisher durch ein Bilanzverfahren über die gesamte Heizperiode geführt. Die Bestimmung des Jahres-Primärenergiebedarfs erfolgt nach DIN EN 832 und DIN V 4108-6. Die Anlagenverluste sowie die primärenergetische Bewertung der unterschiedlichen Heizungssysteme und Energieträger werden nach DIN V 4701-10 bestimmt. Durch die Einbeziehung der Warmwasserbereitung und Anlagentechnik werden die Bilanzgrenzen wesentlich erweitert.
2. Für Wohnflächen mit einem Fensterflächenanteil kleiner als 30% kann ein vereinfachtes Nachweisverfahren gewählt werden. 3. Wärmebrücken müssen entweder durch eine exakte Berechnung oder durch einen pauschalen Verlustfaktor berücksichtigt werden
4.Als durchschnittlicher Standardluftwechsel wird ein Wert von n=0,7 angesetzt. Für dichtheitsgeprüfte Gebäude kann dieser Wert auf 0,6 h abgesenkt werden.
5. Für Gebäude mit einer Beheizung aus Kraft-Wärme-Kopplung, erneuerbarer Energie, oder Einzelfeuerstätten entfällt die Anforderung an den Primärenergiebedarf. Die spezifischen Transmissionswärmeverluste dürfen aber nur max 76% des Höchstwerts für andere Gebäude betragen.
6. Der Geltungsbereich "Änderungen von Außenbauteilen" wurde erweitert und die einzelnen U-Werte (früher k-Werte) wurden erhöht.

 



Energiepass

Am 25. April 2007 wurde eine neue Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Bundestag verabschiedet. Mit ihr werden Energieausweise nicht nur für Neubauten, sondern auch für bestehende Gebäude verbindlich vorgeschrieben. Auch Kühl- und Raumluftanlagen fließen in die energetische Bewertung ein.
Laden sie sich unter Immobilien die Energiepässe unserer Mietobjekte herunter, um sich ein Bild eines solchen Enrgiepasses zu machen.

                                          




Sommerlicher Wärmeschutz

Damit zu Wohn- und ähnlichen Zwecken dienende Gebäude im Sommer möglichst ohne Anlagentechnik zur Kühlung auskommen und zumutbare Temperaturen nur selten überschritten werden, darf der raumbezogenen Sonneneintragskennwert den Höchstwert S (siehe DIN4108-2) nicht überschreiten. Er wird bestimmt von der Fensterfläche des Raumes, der Art der Verglasung, dem Sonnenschutz, sowie der Grundfläche der Räume.
Über die Mindestanforderungen der Norm hinaus sollte man jedoch auch für den Sommer eine besonders geringe Wärmeleitfähigkeit der Außenhaut, und v.a. eine möglichste schwere und massive Bauweise anstreben. Wie ihnen wahrscheinlich schon des öfteren aufgefallen ist, ist es in älteren öffentlichen Gebäuden auch an heißen Hochsommertagen immer schön kühl, und es herrscht immer ein angenehmes Raumklima, welches ganz ohne kühlende Maßnahmen auskommt. Dies liegt an einer weiteren bisher noch gar nicht erwähnten bauphysikalischen Eigenschaft, der ältere und damit meist massiv und schwer gebaute Gebäude oft besonders gut genügen: Der Wärmespeicherungsfähigkeit.
Die dicken Gemäuer speichern die Kälte der Nacht und geben sie tagsüber an das Gebäudeinnere weiter ab. 
Genauso speichern sie jedoch auch im Winter Wärmestrahlung und wärmere Außenluft, um in einer kalten Winternacht einer zu starken Auskühlung entgegenzuwirken.
Sie wirken also immer ausgleichend.
Aus diesem Grund ist es in natürlichen Höhlen auch im Sommer immer angenehm kühl, im Winter dagegen schön warm.

 

                        



Lückenlos gedämmt: die Gebäudehülle

Bei ungemütlichem Wetter heizen Sie Ihre Räume auf eine behagliche Temperatur. Aber in schlecht gedämmten Gebäuden ist die Wärme nur ein flüchtiger Gast. Sie entweicht über das Dach, ungedämmte Außenwände und zugige Fenster und Türen. Diese Wärmeverluste können Sie verhindern, indem Sie die Gebäudehülle möglichst lückenlos dämmen. Wollen Sie die Außenhaut Ihres Gebäudes oder Teile davon modernisieren, sollten Sie zuerst entscheiden, welche Räume beheizt werden, also innerhalb des gedämmten Bereiches liegen sollen. Werden Keller oder Dach als Aufenthaltsräume genutzt und deshalb geheizt, sollten sie innerhalb der gedämmten Hülle liegen. Unbeheizte Räume wie Dachräume, Keller oder die Garage können Sie außerhalb der Dämmung (siehe Skizze) halten. Bedenken Sie aber, dass dort im Winter eventuell Frost herrscht. Um Energie zu sparen, muss die Wärmedämmschicht die beheizten Räume möglichst lückenlos vor dem unbeheizten Bereich bzw. der Außenluft schützen. Jede Lücke bildet eine
Wärmebrücke, erhöht die Gefahr der Schimmelpilzbildung an dieser Stelle und steigert die Energieverluste.
Wir sind in der Lage, bieten ihnen alle Arten und Formen der Wärmedämmung im Raum Landshut - Straubing- Regensburg - München anzubieten, und beraten sie dabei gerne umfangreich.
 

Dämmstoffe: große Auswahl

Bei der Auswahl der Dämmstoffe treffen Bauherren auf eine große Vielfalt von Produkten und Materialien. Bei letzteren lassen sich drei große Gruppen unterscheiden:

• Die anorganischen bzw. mineralischen Dämmstoffe; Dazu zählen Blähton, Calziumsilikat, Mineralwolle oder Schaumglas.
• Die organischen Dämmstoffe aus Erdöl; Das sind z. B. Polystyrolschaum oder Polyurethanschaum (PUR). • Die organischen Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Hanf, Holzfasern, Schafwolle und Zellulose.

Besonders gute Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) von maximal 0,035W/(mK). Je nach Einsatzgebiet und Art des Bauvorhabens sollten entweder nicht brennbare, (Kennzeichnung A), schwer brennbare (B1) oder höchstens normal entflammbare (B2) Dämmstoffe verwendet werden.

Weitere wichtige Eigenschaften sind der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht, die ökologische Verträglichkeit und natürlich der Preis. Dämmstoffe oder deren Verpackungen tragen verschiedene Kennzeichen. In jedem Falle ist die Wärmeleitfähigkeit aufgedruckt, auch die Klassifizierung des Brandverhaltens muss klar ersichtlich sein. Dämmstoffe müssen entweder das
CEZeichen tragen (zeigt an, dass der Dämmstoff einer Europäischen Norm entspricht) oder das Ü-Zeichen (verweist auf Übereinstimmung mit nationalen Normen). Manche Stoffe können mit beiden Zeichen versehen sein. Bauherren aufgepasst: Um dieselbe Dämmqualität zu erhalten, müssen Sie bei ausschließlich CE-gekennzeichneten Dämmstoffen 20% mehr Dicke rechnen als bei Dämmstoffen mit Ü-Zeichen (z. B. 12 statt 10cm). Bei einigen Dämmstoffen ist zudem eine Typkurzbezeichnung aufgedruckt. Diese gibt wichtige Hinweise darüber, in welchen Bereichen das Produkt eingesetzt werden kann. Über die Vielfalt der Dämmstoffe und ihre Verwendung erfahren sie hier in naher Zukunft mehr.
                                        


                             
                                  (Zum Vergrößern klicken sie auf das Bild)  



Energiesparend: ein gedämmtes und luftdichtes Dach

Wärme steigt bekanntlich nach oben. Deshalb sparen gut abgedichtete und gedämmte Dächer eine Menge teurer Heizenergie. Geeignete Anlässe zur Dachdämmung sind ein geplanter Dachausbau oder eine Erneuerung der Dacheindeckung. Bei Flachdächern sind Dämmschicht und Dachhaut meist miteinander verbunden. Befindet sich zwischen oberster Geschossdecke und Dach ein zugänglicher Hohlraum, so können Sie dort eine zusätzliche Dämmschicht einziehen lassen. Die Dämmung von Flachdächern sollten Sie grundsätzlich in die Hände von Fachleuten legen. Bei Schrägdächern können Sie entweder die oberste Geschossdecke oder die Dachschrägen dämmen. Sie sollten sich vorher genau überlegen, ob und wie Sie den Dachraum nutzen wollen. Wird er in absehbarer Zeit nicht als Wohnraum gebraucht, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke sehr kostengünstig. Eine Dämmung der obersten Geschossdecke können Sie mit etwas Geschick auch selbst erledigen. Dazu wird Dämmstoff auf dem Dachboden verlegt, ausgerollt oder als Schüttung aufgebracht. Dampfsperren oder Dampfbremsen sind dabei nicht erforderlich.
Die Dämmstoffe sollten trittfest oder mit Brettern belegt sein, um den Dachboden weiterhin begehen zu können. Dämmen Sie hingegen die Dachschrägen, sparen Sie nicht nur Energie: Im Dachraum entsteht neuer, attraktiver Wohnraum. Meist werden beim Dachausbau neue Fenster und Gauben eingebaut. Hierbei sollten Sie unbedingt auf lückenlose Dämmung und luftdichte Anschlüsse achten und  Wärmebrücken vermeiden. Ob die Arbeiten wirklich luftdicht ausgeführt wurden, können Sie mit einem Luftdichtheitstest (Blower-Door-Test) überprüfen. Die Dachschrägen werden üblicherweise zwischen den Sparren gedämmt. Kombinationen mit Aufsparrendämmung oder Untersparrendämmung sind möglich. Bei Vollsparrendämmung brauchen Sie eine spezielle Unterspannbahn. Die Dämmschicht des Daches muss in jedem Fall nach innen einen luftdichten Abschluss erhalten, sodass keine feuchte Luft in die Dämmstofflagen eindringen kann.

                     

                       


 

Warum luftdicht bauen?

Wenn Luft aus dem Innenraum in die Wärmedämmschicht gelangt, kühlt sie sich ab. Dabei wird Feuchtigkeit frei. Bauteile können durchfeuchten, Dämmstoffe können verklumpen. Durch dauerhafte Feuchte kann sich Schwamm bilden, Holzteile können faulen und ihre Festigkeit verlieren. Daher muss die Innenseite der Dämmung gegen eindringende Feuchtigkeit durch eine lückenlose, luftdichte Schicht geschützt werden. Diese kann aus Folie oder Pappe bestehen. Die luftdichte Schicht ist gleichzeitig die Dampfsperre, oder die Dampfbremse, sie kann aber auch diffusionsoffen sein.
Die Entscheidung über das richtige Material sollten Sie gemeinsam mit einem Fachmann treffen.


Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt eine Dachdämmung vor, wenn unter dem Dach neuer Wohnraum entsteht oder wenn das Dach über ausgebauten Dachräumen neu eingedeckt wird. Unabhängig von anstehenden Baumaßnahmen müssen oberste Geschossdecken von Gebäuden, deren Dachraum nicht ausgebaut werden kann (weil die oberste Geschossdecke nicht begehbar ist) bis zum 31. Dezember 2006 gedämmt werden. Für die Besitzer von Einfamilienhäusern, die ihre Gebäude selbst nutzen, gelten längere Fristen. Welche Auflagen beim Dachgeschossaufbau zu beachten sind, richtet sich nach der Größe des neu entstehenden Wohnraums unterm Dach. Wird ein 30m3 bis 100m3 großer Raum ausgebaut, reichen für Flachdächer in der Regel ca. 14cm Dämmstoff, um den in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geforderten Mindestwert (U-Wert) von 0,25W/(m2K) zu erreichen. Für Steildächer und Geschossdecken sind höchstens 0,3W/(m2K) vorgeschrieben. Dies erreichen Sie in der Regel mit 14 bis 16cm dicken Dämmungen. Größere Dachausbauten über 100m3 müssen dieselben Mindestwerte Energieeinsparverordnung (EnEV) wie Neubauten einhalten. Für kleine Dachausbauten unter 30m3 gelten keine speziellen Auflagen.
• Beim Flachdach mindestens 14cm Dämmstoffdicke, besser jedoch 20cm oder mehr. Fachbetrieb beauftragen!
• Die oberste
Geschossdecke sollten Sie mindestens 12cm dick dämmen. Aber: 18 bis 20cm Dämmstoffdicke erhöhen die Kosten nur unwesentlich, erhöhen aber die Energieeinsparung deutlich.
• Im
Schrägdach dämmen Sie so dick wie möglich. Die Sparrenhöhen möglichst voll ausnutzen. Bei einer Kombination mit Auf- oder Untersparrendämmung zwischen 20 und 24cm dick dämmen.
•Auf
Schwachstellen, wie z. B. Mauerkronen, gehören mindestens 6cm Dämmstoff.Es können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden (siehe Beispiel im Anhang):
• KfW-Programm zur CO
2-Minderung für die einzelne Maßnahme
• KfW-CO
2-Gebäudesanierungsprogramm für die Kombination mehrerer Maßnahmen


• Achten Sie auf fugenfreie Dämmschichten und lückenlose Anschlüsse (z. B. an den Sparren).
• Vermeiden Sie Wärmebrücken an den Übergängen zur gedämmten Außenwand, im Traufbereich
und oben auf der Giebelwand.
• Stellen Sie die Luftdichtheit der Konstruktion sicher:
a) durch Überlappungen und Überkleben der Ränder mit geeigneten Klebebändern,
b) an allen Anschlüssen (z. B. an Mauerwerk durch Einputzen oder Anpresslatten, an Dachflächenfenstern mit speziellen Dampfsperrschürzen),
c) an allen Durchdringungen (z. B. Antennen, Kabeln, Entlüftungen).
• Vermeiden Sie die nachträgliche Beschädigung von Dampfsperren 
oder Dampfbremsen, z. B. durch zu lange Schrauben für Gipskartonplatten.

 

Außenwände gut dämmen

ie Außenwand eines Hauses ist starken Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das kann zu Abnutzungen der Fassade und einem unansehnlichen Äußeren führen. Wenn dann der Putz erneuert werden muss oder größere Renovierungsarbeiten anstehen, vielleicht sogar eine Fenstererneuerung geplant ist, lohnt es sich, über eine Dämmung nachzudenken. Denn über ungedämmte Wände kann ein Haus sehr viel Wärme verlieren. Putz und Farbe allein genügen nicht, um die Energieverluste nachhaltig zu senken. Zunächst sollten Sie die Konstruktion Ihrer Außenwand prüfen. Nicht jede Dämmung eignet sich für jeden Wandaufbau. Und nicht zuletzt spielt auch die Optik eine Rolle: Eine Außenwanddämmung bietet oft die Chance, die Fassade aufzuwerten, ist aber z. B. für Sichtfachwerk oder Gebäude mit historischen Fassaden häufig nicht geeignet. Meist findet sich für jede Situation eine passende Lösung. Bei der Außendämmung wird die Dämmschicht auf die Außenfläche der Wand aufgebracht. Sie schützt die Wand vor Witterung und das Haus vor Wärmeverlusten. Eine Außendämmung empfiehlt sich insbesondere bei einem einschaligen Wandaufbau (z. B. massives Mauerwerk oder Holzständerkonstruktion). Der beste Anlass für eine Außendämmung sind ohnehin anstehende Fassadenarbeiten, die Erneuerung des Putzes oder auch der Einbau neuer Fenster. Voraussetzung für eine Außenwanddämmung ist ein ausreichender Dachüberstand. Dieser lässt sich ggf. auch ohne Neueindeckung des Daches erweitern.
Es gibt zwei erprobte Konstruktionen der Außendämmung: Vorhangfassade (hinterlüftete Fassaden mit Verkleidung, z. B. aus Holz) und Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). Beim Wärmedämmverbundsystem wird das Dämmmaterial direkt auf die Wand aufgebracht und anschließend verputzt. Anstelle von Kunstharzputz können Sie je nach Dämmsystem auch einen mineralischen Dickputz verwenden. (siehe Putzarbeiten)
Dämmputze
allein erzielen demgegenüber meist nur eine geringe Wirkung. Ihre Dicke ist begrenzt (einlagig bis 6cm) und das Material dämmt nur etwa halb so gut wie ein ausgewiesener Dämmstoff. Die  Vorhangfassade (hinterlüftete Fassade) erhält auf der Wetterseite statt eines Putzes eine Verkleidung (beispielsweise aus Holz), die mit einer Unterkonstruktion an der Außenwand befestigt wird. In die Zwischenräume der Unterkonstruktion wird der Dämmstoff eingebracht. Die Kosten für ein WDVS liegen zwischen 60 und 80 Euro/m2. Vorhangfassaden kosten zwischen 80 und 115 Euro/m2. Wenn Sie Ihre Außenwand dämmen wollen, können Sie auch selbst Hand anlegen, indem Sie beispielsweise den Putz abschlagen. Ausreichende Fachkunde und gute Beratung vorausgesetzt, können Sie möglicherweise sogar alle weiteren Arbeiten selbst ausführen. Das Verputzen erfordert jedoch sehr viel handwerkliches Geschick, um ein auch optisch einwandfreies Ergebnis zu erzielen.
Deutlich teurer ist zurzeit noch die so genannte transparente Wärmedämmung. Durchsichtige Röhren oder Kapillaren vor einer schwarzen Schicht fangen dabei die Sonnenenergie ein. Die dahinter liegende massive Wand nimmt die entstehende Wärme auf und gibt sie in den Innenraum ab. Transparente Wärmedämmung kostet je nach Ausführung ca. 300–900 Euro/m2.
Manche Hersteller werben mit Energie sparenden Anstrichen. Bitte bedenken Sie: Farbe kann Wärmedämmung jedoch nicht ersetzen! Besteht Ihre Außenwand aus zweischaligem Mauerwerk, und wollen Sie die Fassade nicht verkleiden, so bietet sich eine Kerndämmung an. Dafür blasen oder schütten Spezialfirmen den Dämmstoff in den Hohlraum zwischen den Mauern. An Fensterlaibungen und Übergängen zwischen den Schalen bleiben jedoch vielfach Wärmebrücken. Deshalb sollte die  Kerndämmung Spezialfirmen überlassen werden, die über Erfahrung in der Ausführung und die notwendigen Geräte verfügen. Eine Innendämmung der Außenwand sollte dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht möglich sind, etwa wegen Auflagen des Denkmalschutzes für die Fassade. Eine Innendämmung muss sehr sorgfältig ausgeführt werden, um Wärmebrücken an Geschossdecken und Innenwänden zu vermeiden. Unsachgemäße Innendämmung kann erhebliche Bauschäden durch Feuchtigkeit verursachen. Um die Kondensation von Feuchtigkeit hinter der Dämmschicht zu vermeiden, brauchen die meisten Dämmstoffe eine Dampfsperre. Eine gute Alternative sind so genannte kapillaraktive Dämmmaterialien z. B. aus Calziumsilikat oder Lehm, die keine Dampfsperre erhalten dürfen. Sie geben Feuchtigkeit ohne Schäden in den Innenraum zurück. Ein geeigneter Anlass für die Innendämmung sind Malerarbeiten oder der Austausch von Heizkörpern. Bei einer Innendämmung ist nicht so viel handwerkliches Geschick, dafür umso mehr Kompetenz bei der Auswahl und Kombination der richtigen Materialien sowie Sorgfalt bei der Ausführung gefordert.
Auf eine gute Fachberatung sollten Sie also nicht verzichten, um Bauschäden zu vermeiden.
Um die Ergebnisse Ihrer Außenwandmodernisierung zu überprüfen, können Sie die Infrarot-Thermografie nutzen. Damit die Aufnahmen aussagekräftig sind, sollten Sie nicht nur eine Gesamtansicht von außen, sondern auch ausgewählte Details von innen aufnehmen lassen (ab ca. 500 Euro).
Es können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden (siehe Beispiel im Anhang):
• KfW-Programm zur CO
2-Minderung für die einzelne Maßnahme
• KfW-CO
2-Gebäudesanierungsprogramm für die Kombination mehrerer Maßnahmen

Knackpunkte:

-Bei Außendämmung:

• Setzen Sie nur Produkte mit Ü-Zeichen oder CE-Zeichen ein.
•Wärmedämmverbundsysteme müssen zugelassen sein. Deshalb dürfen Sie nicht Kleber, Putz usw. von verschiedenen Herstellern verwenden.
• Lassen Sie sich bei Eigenleistung ausführlich beraten.
• Achten Sie auf ebenen, festen Untergrund: kein loser Putz!
• Vergessen Sie die Anschlussstellen in Fensterlaibungen und unter den Fensterbrettern nicht.
• Verwenden Sie unter Natur- oder Kunststeinfensterbrettern druckfestes Dämmmaterial. Vergessen Sie die Dämmung auf der Oberseite des Giebels und unter dem Dachkasten (hinter der Regenrinne) nicht.
• Hinterlüftete Vorhangfassaden
sind winddicht zu dämmen, ggf. durch Wasser abweisende Folie oder Kraftpapier, ohne offene Dämmplattenstöße und Fehlstellen. Sie sollten lückenlos an die Unterkonstruktion anschließen. Die Luftschicht zur Hinterlüftung der Verkleidung muss durchgehend mindestens 2cm dick sein.

-Bei Kerndämmung:

• Stellen Sie sicher, dass die Vorsatzschale intakt ist.
• Bei dampfdichter Vorsatzschale (z. B. Hartbrandklinker oder bestimmte Anstriche) sollte keine Kerndämmung vorgenommen werden.
• Veranlassen Sie eine sorgfältige Prüfung des Hohlraumes auf Durchgängigkeit der Luftschicht. Es dürfen keine Schutt und Mörtelreste zwischen den Schalen vorhanden sein.

-Bei Innendämmung:

•Wegen der Lücken in der Wärmedämmung sollten an den Innenwänden und Decken Dämmkeile mindestens 50cm weit in den Raum hineingeführt werden.
• Sorgen Sie für ausreichende Anschlüsse an Laibungen und zwischen Deckenbalken.
• Feuchte Außenwände (z. B. durch aufsteigende Feuchtigkeit, defekten Putz oder bei starker Schlagregenbelastung) dürfen keine Innendämmung erhalten.
• Achten Sie auf lückenlose Anbringung notwendiger Dampfsperren.
• Lassen Sie sich vom Fachmann eine objektbezogene Planung anfertigen.


Keller gut dämmen und nach außen dichten
Ob Sie den Keller als Heizraum, Bar oder Hobbyraum nutzen: Eine Energie sparende Dämmung ist empfehlenswert. Wo die Dämmung des Kellers angebracht wird, hängt von seiner künftigen Nutzung ab. Soll der Keller beheizt werden, dann dämmen Sie Kellerwände und Boden. Soll der Keller unbeheizt bleiben, empfiehlt sich die Dämmung der Kellerdecke. Damit gehört auch die leidige Fußkälte im Erdgeschoss der Vergangenheit an. Dies bietet sich z. B. an, wenn Sie neue Heizungsrohre oder Wasserleitungen verlegen. Grundsätzlich gilt: Die Trockenlegung und Sanierung feuchter Wände im Erdreich sollte einem Fachmann vorbehalten bleiben. Fehler können hier zu erheblichen Bauschäden führen. Zur Dämmung der äußeren Kellerwände zum Erdreich hin müssen besondere Dämmstoffe verwandt werden, die nicht verrotten, die Bodenfeuchte abhalten und dem Erddruck widerstehen. Dies leistet die so genannte Perimeterdämmung. Der lückenlose Anschluss der Perimeterdämmung zur Dämmung der oberen Außenwand ist sehr wichtig – hier dürfen keine Wärmebrücken entstehen oder darf kein Wasser eindringen. Der Schutz der äußeren Abdichtung durch eine Perimeterdämmung ist auch bei unbeheizten Kellern sinnvoll. Selbst mit Hand anlegen können Sie beim Freilegen der Kelleraußenwände (aber nicht alle gleichzeitig – das kann die Standsicherheit gefährden), beim Kleben der Perimeterdämmung an trockene Kellerwände oder der Dämmplatten an die Kellerdecke.

Tipps:
• Für Kellerdecken zwischen unbeheizten
Kellern und Wohnetagen sollten Sie mindestens 6cm Dämmstoff einsetzen.
• Die Dämmung zum Erdreich sollte bei beheizten Kellern mindestens 6cm dick sein.
• Achten Sie auf einen guten Anschluss der Dämmschichten an der Kellerwand zur Außenwanddämmung. • Dämmen Sie unbeheizte Keller gut gegen den beheizten Treppenaufgang.
• Bei Feuchtigkeit im Keller muss der Fachmann ran.
EnEV: Anforderungen an die Kellerdämmung

Was Sie tun können  Wärmedurchgangskoeffizient  Dämmstärke 

Außenseitige Dämmung von Kellerwänden, Anbringung von außenseitigen Feuchtigkeitssperren oder an Kellerwänden, Dämmung von Kellerdecken auf der Kaltseite

 U ≤ 0,4 W/(m2K)  ca. 6–7cm
Ersatz oder erstmaliger Einbau von Wänden oder Decken gegen unbeheizte Räume und Erdreich, innenseitige Dämmung von Kellerwänden, Dämmung von Kellerdecken auf der Warmseite  U ≤ 0,5 W/(m2K)  ca. 4–6cm
Einbau von Dämmschichten und Erneuerung des Fußboden aufbaus auf der beheizten Seite   Höchstmögliche Dämmschichtdicke , die ohne Anpassung von Türhöhen aufgebracht werden kann
Es können folgende Förderprogramme in Anspruch genommen werden (siehe Beispiel im Anhang):

• KfW-Programm zur CO2-Minderung für die einzelne Maßnahme
• KfW-CO
2-Gebäudesanierungsprogramm für die Kombination mehrerer Maßnahmen


 

Energiesparende Fenster sind ein Muss

Oft sind es die Fenster eines Hauses, die zuerst ins Auge fallen. Von außen prägen sie den Charakter des Hauses. Nach innen sorgen sie für Licht und frische Luft. Bei aller Vielfalt der Fenster in Form und Material: Sie sollten dicht schließen. Bei lästiger Zugluft oder Pfützen auf dem Fensterbrett sind Sie gut beraten, Ihre Fenster zu erneuern. Dabei bieten sich verschiedene Möglichkeiten, die Energieverluste zu senken. Sinnvoll ist die Kombination von Fenstererneuerung und Modernisierung der Fassade. Da es bei der Fenstererneuerung eine Fülle kniffeliger Details zu beachten gibt, sollten Sie die Arbeiten einem Fachmann überlassen. Denken Sie auch darüber nach, welche Funktionen Ihr Fenster neben einem guten Wärmeschutz noch erfüllen soll. Bei starkem Außenlärm kann beispielsweise ein besonderer Schallschutz notwendig werden. An größeren Fensterflächen nach Süden, Osten und Westen sowie an Dachfenstern können außen liegende Lamellen oder Jalousien sinnvoll sein, damit im Sommer die Räume nicht überhitzen. Innen liegender Sonnenschutz wie Vorhänge oder Innenjalousien verhindern die Aufheizung der Räume nur wenig. Moderne Fenster schließen sehr dicht. Deshalb werden Modelle mit speziellen Lüftungsöffnungen angeboten, den so genannten Außenwand- Luftdurchlässen (ALD). Diese sichern eine Mindestlüftung. Die Mehrkosten dafür betragen 10 bis 50 Euro pro Fenster. Auch die Nachrüstung bestehender Fenster mit ALD ist möglich, für 25 bis 100 Euro pro Durchlass, inklusive Montage. Aufarbeiten kann sich lohnen: Es ist in jedem Fall angeraten, zuerst eine Aufarbeitung der alten Fenster zu prüfen. Gut erhaltene Holzrahmen brauchen oft nur neue Scheiben, am besten Wärmeschutzgläser. Diese kosten zwischen 100 und 150 Euro pro m2. Da diese Doppelgläser dicker sind als einfache Scheiben, müssen die Rahmen entsprechend stark sein und ausgefräst werden. Ansonsten lassen sich zumindest Dichtungen zwischen Rahmen und Flügel nachrüsten. Bei Kastendoppelfenstern werden nur die inneren Flügel mit Dichtungen versehen. Es ist auch möglich, Vorsatzflügel mit Dichtungen auf die vorhandenen Rahmen zu schrauben. Verschiedene Vorteile bietet es, einfache Fenster zu Kastendoppelfenstern zu erweitern. Dazu werden – innen oder außen – zusätzliche Fensterflügel installiert. Dies verringert die Energieverluste und verbessert den Schallschutz. Bei Wärmeschutzgläsern und Vorsatzflügeln müssen die Scharniere besonders tragfähig sein, da sich das Gewicht der Fensterflügel deutlich erhöht. 
Tipps:
• Das gesamte Fenster sollte U = 1,4 W/(m2K) nicht überschreiten.
• Für das Glas sollte der U-Wert höchstens 1,1 W/(m
2K) betragen.
• Außen angesetzte Rollladenkästen sind energetisch günstiger als integrierte.

Achten Sie auf den U-Wert: Bei der Auswahl neuer Fenster sollten Sie auf einen möglichst niedrigen U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizienten) achten. Fenster mit üblicher Isolierverglasung (U = 1,4 W/(m2K)) kosten ca. 300 bis 400 Euro/m2. Aber: Fenster mit verbesserter Isolierverglasung (U = 1,1 W/(m2K)) kosten nur unwesentlich mehr. Sogenannte »Warme Kante«-Fenster sind Isoliergläser, bei denen der Randverbund der beiden Glasscheiben durch Kunststoffe energetisch verbessert wurde. Aber nicht nur die Verglasung ist wichtig. Die höchsten Wärmeverluste treten nämlich am Rahmen auf. Besonders Energie sparend sind Fenster mit speziell gedämmten Rahmen oder Rahmen aus Mehrkammerprofilen. Bei der Wahl des Fensterrahmens gilt: Holz- oder Kunststoffrahmen geben meist weniger Energie nach außen ab als  Rahmen aus Metall. Glasteilende Sprossen erhöhen den Wärmeverlust des Fensters. Egal für welches Fenster Sie sich entscheiden: Wenn die Fenstererneuerung mit einer Außendämmung kombiniert wird, sollte auch die Lage des Fensters überprüft werden. Energetisch und häufig auch optisch vorteilhaft ist ein Verschieben nach außen. Wenn die Fenster bündig mit der Wärmedämmschicht abschließen, erspart das die Dämmung der Laibungen.
Rollladenkästen nicht vergessen: Über dem Fenster eingebaute Rollladenkästen gelten als energetische Schwachstellen, wenn sie nicht wärmegedämmt und luftdicht sind. Dies kann jeder selbst vornehmen. Die meisten Rollladenkästen können innen mit Dämmmaterial ausgekleidet werden. Sie können auch Fugen und Gurtdurchführungen mit Klebebändern, speziellen Gummistopfen oder Bürsten abdichten. Außen aufgesetzte Kästen haben geringere Energieverluste. Sie verändern jedoch den Charakter des Gebäudes deutlich und werden oft als störend empfunden. Im Übrigen können Schieb- oder Klappläden vor den Fenstern denselben Zweck wie die Rollläden erfüllen.
Fenster neu – Wand feucht? Wenn sich warme, feuchte Raumluft an einer ungedämmten Außenwand abkühlt, kann sich Kondenswasser bilden und Schimmelpilzbildung verursachen. Nach Erneuerung oder Abdichtung der Fenster kann es bei unzureichender Wanddämmung und unzureichender Lüftung zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung an den Außenwänden kommen. Es muss daher ausreichend gelüftet werden. Darüber hinaus sollte der U-Wert der Verglasung nicht kleiner sein als der U-Wert der Außenwand. Auch aus diesem Grund lohnt sich die gleichzeitige Modernisierung von Fenstern und Fassade.
Knackpunkte:
• Achten Sie darauf, dass die Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk so schmal wie möglich gehalten wird.
• Die Abdichtung muss mit dauerelastischem Dichtstoff erfolgen (z. B. komprimiertem Dichtungsband oder Butylband). Hierfür sollte kein Bauschaum verwendet werden!
• Kontrollieren Sie, dass auch die Fuge unter dem Fenster, wo das Fensterbrett montiert wird, gedämmt wird.
• Sorgen Sie dafür, dass die innere Abdichtung dampfdicht ausgeführt wird.
• Achten Sie auch auf gute Abdichtung der Rollladenkästen. Auch hier gilt: Keinen Bauschaum verwenden!
•Wenn Sie Fensterläden haben möchten, sollte dies rechtzeitig berücksichtigt werden, wenn die Außenwand gedämmt wird. Achten Sie darauf, dass durch Befestigung keine Wärmebrücken
entstehen.
•Wenn Sie die Ausführung genau kontrollieren wollen, vereinbaren Sie mit dem ausführenden Unternehmen einen Luftdichtheitstest
bzw. eine Infrarot-Thermographie, die Ihnen Wärmebrücken aufzeigt.


Was Sie tun können  Was die EnEV fordert
 Erstmaliger Einbau oder Ersatz von Fenstern,
 Einbau von Vor- oder Innenfenstern
Fenster U ≤ 1,7 W/(m2K)
 Ersatz der Verglasung U-Glas ≤ 1,5 W/(m2K)
 Ersatz der Verglasung im Kasten-oder Verbundfenster Einbau einer Scheibe mit infrarot
reflektierender Beschichtung
 Ersatz der Außentür U ≤ 2,9 W/(m2K) 

Wintergärten möglichst unbeheizt!

Unbeheizte Wintergärten werden nur durch die Sonne von außen temperiert und reduzieren so die Wärmeverluste des gesamten Hauses. Sie bilden eine Pufferzone zwischen innen und außen. Beheizte Wintergärten dagegen geben erhebliche Energiemengen in die Umwelt ab. Durch eine hervorragende Verglasung lassen sich diese Wärmeverluste aber verringern.



Alles bedacht?

Die nachfolgende Checkliste zur Vorbereitung und Durchführung von Energie sparenden Maßnahmen ist eine Gedankenstütze, um die vielen Details im Blick zu behalten. Sie ersetzt eine genaue Planung der Arbeiten nicht.

Allgemein

Baulicher Zustand erfasst und bewertet?

Unabhängige Energieberatung genutzt?

Über Fördermittelberatung informiert?

Energieverbrauchskennwert bestimmt?

Bei umfangreicher Sanierung: Planer eingeschaltet?

Notwendigkeit einer Baugenehmigung geklärt?

Für die Einholung der Angebote eine Beschreibung der auszuführenden Maßnahmen erstellt?

Mindestens drei Angebote eingeholt?

Bauvertrag abgeschlossen?

Bei mehreren Gewerken: Bauleitung vorhanden?

Qualitätskontrollen vorgesehen?

Gebäudehülle

Beheizte Räume und Lage der Wärmedämmung festgelegt?

Anforderungen der EnEV bezüglich der U-Werte eingehalten?

Nachrüstverpflichtungen geprüft?

Fenster in der Dämmstoffebene angeordnet oder Laibungen gedämmt?

Dämmung an Mauerkronen und unter dem Dachkasten nicht vergessen?

Luftdichtung im Dach lückenlos ausgeführt?

Vor Innendämmung Fachplaner zu Rate gezogen?

Aufarbeitung der Fenster geprüft?

Dämmung und Dichtung von Rollladenkästen bedacht?

Fenstereinbau ohne Bauschaum?

Sonnenschutz für große Fensterflächen (besonders nach Süden) und von Dachfenstern bedacht?

Bei Feuchtigkeit im Keller Fachmann zu Rate gezogen?



Bei uns im Unternehmen können sie sämtliche Arten von Dämmstoffen unter die Lupe nehmen:


                                      
                                       (Zum Vergrößern klicken sie auf das Bild)



Arten von Dämmstoffen:



                          



Mineralwolle-Dämmstoffe


Seit über 100 Jahren werden Mineralwolle-Dämmstoffe für unterschiedlichste Anwendungsgebiete am Bau hergestellt. Mineralwolle-Dämmstoffe – das sind Glaswolle- bzw. Steinwolle-Dämmstoffe – bestehen zu über 90% aus Glaswolle bzw. Steinwollefasern. Diese Produkte haben sich einen festen Platz als Wärme- wie auch als Schallschutzbaustoff durch ständige Aktualisierung gesichert.
Herstellungsverfahren und Grundstoffe werden stets weiterentwickelt. So wurde besonders der Anteil an Schmelzperlen in den meisten Produkten ganz oder auf ein Minimum reduziert, obwohl das Grundprinzip der Fertigung beibehalten wurde. An dieser Stelle auch ein Wort zum Verdacht der Gesundheitsgefährdung durch Glaswolle- bzw. Steinwollefasern. Dieser Verdacht ist durch umfangreiche Untersuchungen an Arbeitern und durch Inhalationsversuche, bei denen Versuchstiere Faserkonzentrationen ausgesetzt waren, die etwa tausendmal höher als die an typischen Arbeitsplätzen sind, nicht bestätigt worden.
Desweiteren sind seit 1995 ausschließlich Dämmstoffe auf dem Markt, die eine sehr viel höhere Biolöslichkeit besitzen. Höhere Biolöslichkeit bedeutet, dass Fasern, die eingeatmet wurden, sehr viel schneller aus der Lunge als herkömmliche Fasern entfernt werden.
Eine EU-Richtlinie bestätigt mittlerweile ausserdem dass sämtliche Produkte absolut frei von krebsverdacht sind. Die folgende Zusammenfassung kann keinen lückenlosen Überblick über alle möglichen Verarbeitungsformen der Mineralwolle-Dämmstoffe geben. Sie soll jedoch einen Gesamtüberblick ermöglichen.

Rohstoffe und Herstellungsverfahren

Mineralfasern können heute aus einer großen Anzahl von Rohstoffen hergestellt werden. Sie können wie bei der Glasherstellung aus technischen Stoffen und Mineralien, aber auch aber auch als Gestein und Schlacken geschmolzen werden. Das Herstellungsverfahren bestimmt mit die Rohstoffe und umgekehrt. Die früher noch verwandte Abgrenzung zwischen Glasfasern. Stein-, und Schlackefasern ist wegen zunehmender Vermischung schwierig und wird nicht mehr angewandt, mit Ausnahme der reinen Schlacken- und Basaltwolle.
Die wichtigsten Bestandteile der heute üblichen Mineralwolle für Dämmzwecke sind vorwiegend Siliciumoxid SiO² (Quarz) und Calciumoxid (CaO). Außerdem sind in unterschiedlicher Menge enthalten: die Oxide des Aluminiums Al²O³, des Eisens FeO und Fe²O³, des Magnesiums MgO, des Kaliums K²O und des Natriums Na²O. Bei der Herstellung der Mineralwolle werden auch große Mengen an Altglas zur Produktion eingesetzt (bis maximal 70% bei einigen Herstellern). Die Zusammensetzung der Mineralfasern beeinflusst  deren chemische Eigenschaften, die Beständigkeit bei höheren Temperaturen (Brandschutz). Das Wärmedämmverhalten wird auch geringfügig von der Zusammensetzung der Mineralfasern, wesentlich jedoch vom Lufteinschluss beeinflusst.
Die nach unterschiedlichen Arten (Ziehverfahren, Schleuderverfahren, Blasverfahren) hergestellten Mineralfasern werden anschließend verwirbelt. Der Grad der Verwirbelung bestimmt die mechanischen Eigenschaften. Je höher der Grad, umso weniger Bindemittel ist erforderlich, um z.B. elastische Filze oder formstabile Platten herzustellen. Durch die Bindung der Mineralfasern mit Kunstharz ist die Verfilzung nicht mehr allein ausschlaggebend für die Reißfestigkeit. Durch Kunstharzbindung kann aus einem schwach verfilzten Vlies ein elastischer Filz oder auch eine Platte hergestellt werden. Als Bindemittel dient vorwiegend modifiziertes (für diesen Zweck verändertes) Phenolharz. Phenolharze sind Verbindungen, als bekanntestes das „alte“ Bakelit, die aus Phenol und Formaldehyd hergestellt werden, also Kohlenwasserstoffverbindungen. Die Fasern werden entweder gleich nach der mit Bindemittel besprüht oder die Faserbahn wird mit Bindemittel durch Überfluten (Tauchen) getränkt.

Eigenschaften der der Mineralwolle-Dämmstoffe

Sowohl die Wärmedämmfähigkeit, die Schalldämmeigenschaften und das Brandverhalten sind die Eigenschaften, die den Mineralwolle-Dämmstoffen im Bauwesen einen so hohen Stellenwert verschafft haben. Bevor die genannten Eigenschaften einzeln angesprochen werden, jedoch noch eine kurze Anmerkung über die Rohdichte der Mineralwolle, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Baustoffen kann man bei Mineralwolle von der Rohdichte nicht ohne weiteres auf deren bauphysikalisches Verhalten schließen. Die Rohdichte liegt in der Regel zwischen 12 und 200 kg/m³.

Überwiegend bestimmt wird die Wärmeleitfähigkeit der Mineralwolle-Dämmstoffe von der Wärmeleitung durch die Luft. Hinzu kommen die Leitung durch die Fasern, die Luftumwälzung innerhalb des Materials und die Strahlung. Dabei sollte eine weithin unbeachtet bleibende Tatsache erwähnt werden: Mit steigender Temperatur wird die Wärmeübertragung durch Strahlung stärker, und auch die Wärmeleitung durch die Luft nimmt zu, so dass die Wärmedämmfähigkeit bei steigender Temperatur abnimmt. Diese Zusammenhänge sollte man beim sommerlichen Wärmeschutz, vor allem bei der Dämmung ausgebauter Dachgeschosse berücksichtigen. Daher sind für den sommerlichen Wärmeschutz wichtig: Besonders wirkungsvolle Dämmschichtdicke, Sonnenschutz, Belüftung und evtl. hohe Wärmekapazität der Bekleidung.

Den Schallschutz im Hochbau regelt die DIN 4109. Die Anforderungen an den Schallschutz von Gebäuden wurden in der Neufassung erheblich erhöht. Zur Beurteilung der trittschalldämmenden Wirkung von Trittschalldämmplatten aus Mineralwolle spielt deren dynamische Steifigkeit eine bedeutende Rolle. Die dynamische Steifigkeit ist ein Maß für die Elastizität eines Trittschalldämmstoffes. Je kleiner der Wert, desto weicher ist das Federungsverhalten und desto höher damit das Trittschallverbesserungsmaß eines schwimmenden Estrichs.
In Abhängigkeit von den Eigenschaften der vorhandenen Rohdecke dürfen zur Erfüllung der Anforderungen an den Trittschallschutz die eingesetzten Mineralwolle-Trittschalldämmplatten der Anwendungstypen T und TK. Für  Anwendungen zum Luftschallschutzwerden Mineralwolle-Platten, -Matten und –Filze der Anwendungstypen W, WL, WD und WV eingesetzt.
Eine beliebte Demonstration, will man das Prinzip der Verringerung vorhandener Schallenergie erklären, sieht so aus: Man lässt eine Stahlkugel erst auf eine Stein- oder noch besser Stahlplatte fallen und danach in eine Schale voll Sand. Besser lassen sich Reflexion und Schluckung  als Gegensätze nicht demonstrieren. Schalltechnisch darf man – natürlich vergröbert – die Mineralfasern als den Sand verstehen. Sie fangen den Schallimpuls auf, sie lassen die Schallenergie im Sinne des Wortes „im Sande verlaufen“. So etwa lässt sich die hohe Schallschutzwirkung der Mineralfasern verstehen, egal, ob bei der Trittschalldämmung , wo sie die Schallschwingungen abschwächen und nur zum Teil weiterleiten oder bei der Dämmung leichter Trennwände, die ohne Mineralfaserausfüllung leicht zur „Trommel“ werden. Bei der Zusatzdämmung von Außenwänden zum Zwecke der Wärmedämmung ist der Schallschutz willkommener Nebeneffekt. Um die Weiterleitung von Körperschall aus einem Bauteil in das angrenzende zu unterbinden, trennt man sie mittels Mineralfaserplatten.

Für Mineralwolle regelt die DIN 4102 die zu stellenden Anforderungen an das Brandverhalten. Mineralwolle ohne organische Zusätze wird nach DIN 4102, Teil 4, in die Baustoffklasse A1 (nicht brennbar) eingestuft. Bei kunstharzgebundener Mineralwolle ist die Baustoffklasse B1, A2 oder A1 durch die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung nachzuweisen. Für die Baustoffklasse B2 genügt ein Übereinstimmungszertifikat durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle. Nichtkaschierte Mineralwolle ist grundsätzlich nicht brennbar, Baustoffklasse A1 oder A2, abhängig vom Rohstoff, z.B. Stein oder Glas und vom Bindemittelgehalt.
Aber auch kaschierte Mineralwolleprodukte, die z.B. schwer entflammbar (B1) eingestuft sind, tragen nicht zur Brandausbreitung bei. Das Grundprodukt ist ebenfalls nicht brennbar, durch die Verwendung geringer Mengen brennbarer Bestandteile  (z.B. Klebemittel) werden die Anforderungen der Baustoffklasse A nicht mehr erfüllt.

Das Produktangebot

-Lose Mineralwolle:
Lose Mineralwolle wird als Stopfdämmung im Bauwesen verwendet, zur Ausfüllung von Hohlräumen, Spalten und Fugen.
-
Filze:
Die Anwendungsbereiche der komprimierten Filze sind vielfältig, sie eignen sich für Dämmung zwischen Sparren- und Balkenlagen sowie als Auflage auf Betondecken. Bei der Verwendung kaschierter Filze (mit Folie versehen) als zusätzliche dampfbremsende Funktion ist darauf zu achten, dass die Konstruktion auf der Innenseite (Warmseite) luftdicht sein muss, um Feuchteschäden zu vermeiden.

                                                            


-Mineralwolle-Platten
Sie finden Ihre Anwendung in den verschiedensten Bereichen. Als druckbelastbare Platten im Flachdach, bis hin zur elastischen weichfedernden Dämmung für leichte Trennwände, biegeweiche Vorsatzschalen oder schwimmende Estriche. Für besondere Anwendungen können sie kaschiert, z.B. mit Glasvlies als Rieselschutz, beschichtet oder zugeschnitten werden. Für die Dämmung zwischen den Sparren wurden in den letzten Jahren spezielle Produkte entwickelt, die von einer Person sehr schnell verarbeitet werden können und gleichzeitig einen hochwertigen, optisch kontrollierbaren Dämmerfolg sicherstellen. Produkte, wie z.B. Dämmkeil und Klemmfilz, werden auf der Baustelle zugeschnitten, demgegenüber wird Flexirock in unterschiedlichen Breiten geliefert und kann so ohne Zuschnitt direkt eingebaut werden.

                                                  


-
Fassadendämmplatten
Für die Dämmung von Außenwänden, z.B. zweischaliges Mauerwerk mit oder ohne Luftschicht sowie vorgehängte hinterlüftete Fassaden werden überwiegend Mineralwolle-Dämmplatten verwendet. Sie lassen sich leicht verarbeiten, sind anpassungsfähig, diffusionsoffen und wasserabweisend. Neben dem hohen Wärmeschutz verbessern sie z.B. bei hinterlüfteten Fassaden den Schallschutz, aufgrund der Nichtbrennbarkeit schützen sie andere Baustoffe und tragen nicht zur Ausbreitung des Brandes bei.

                                                


-
Trittschalldämmung
Die weichfedernde Eigenschaft der Mineralwolle-Platten, ausgedrückt durch die dynamische Steifigkeit „S“, führt zu einer hohen Verbesserung des Trittschallschutzes von Decken durch schwimmend verlegte Estriche. Die Dicke der Mineralwolle-Platten wird wie folgt angegeben: dL entspricht der Dicke im Anlieferungszustand, sie ist die Nenndicke, dB entspricht der Dicke unter einer Belasstung  und wird quasi als Gebrauchstauglichkeitstest für diesen Einsatz angesehen. Die Dicke im Einbauzustand unter Estrich- und Verkehrslast (ca. 2-2,5 kN/m²) liegt zwischen dL und dB.
Für schwimmende Fertigteilestriche, z.B. unter Holzspanplatten > 22 mm bietet die Industrie besondere Dämmplatten an, die eine geringere Zusammendrückbarkeit aufweisen. (Anwendungstyp TK nach DIN 18165).

                                               


-Trennfugenplatten
Um Reihenhäuser vor Durchgang der Geräusche aus dem Nachbarhaus zu schützen, achtet man darauf, dass diese Häuser durch zwei Trennwände, zwischen die Trennfugenplatten eingebaut werden, voneinander getrennt sind. Hier kommt es weniger auf die Wärmedämmung an als auf korrekte, schallschutztechnische Trennung.

-Rohrummantelungen
Sie werden mit vorgefertigten Rohrschalen oder Lamellenmatten ausgeführt. Die Ummantelungen bestehen aus Aluminiumverbundfolien.



Ökologische Aspekte

Mineralwolle-Dämmplatten werden aus natürlichen Rohstoffen wie Altglas, Diabas, Basalt, Kalk, Dolomit etc. hergestellt. Der Primärenergieeinsatz für Herstellung liegt bei ca. 20 MJ/kg. Bereits nach einer Heizperiode wird dieser Primärenergieeinsatz wieder eingespart, so dass von diesem Zeitpunkt ab die Dämmung zu einer erheblichen Einsparung des Heizenergieverbrauches führt und damit weniger klimarelevante Schadstoffgase emittiert werden. Reste von Mineralwolle-Dämmstoffen können auf jeder Bauschutt-Deponie abgelagert werden. Führende Hersteller besitzen bereits die Möglichkeit gebrauchte Dämmstoffe dem eigenen Stoffkreislauf wieder zuzuführen.



Zusammenfassung

-Mineralfaser bedeutet Glaswolle oder Steinwolle
(Der Rohstoff für Glaswolle besteht aus Altglas sowie Sand, Kalk, und Soda(Rohstoff des Glases) derjenige von Steinwolle aus z.B.: Kalkstein, Dolomit, Basalt, u.a.)
-Der Rohstoff wird in beiden Fällen geschmolzen und durch unterschiedlich Verfahren (Blas-, Schleuder- und Ziehverfahren) zerfasert.
- Mineralwolle bildet 60% der Dämmstoffe
- sehr flexibel und biegsam in der Verarbeitung
- Die Matten, Rollen, Filze und Keile, die im Handel zu kaufen sind, sind zum Teil schon ab Werk mit einer Folie aus Aluminium oder Polyäthylen kaschiert.
- weist niedrige Wärmeleitwerte von meist 0,035 W/mK auf und gehört im günstigsten Fall der Baustoffklasse A an. Das Material ist diffusionsoffen, alterungsbeständig und fäulnissicher.
- Die Wasseraufnahme des Dämmstoffes ist jedoch stark.
- Obwohl sich die gesundheitliche Gefährdung in den letzten Jahren enorm verbessert hat, ist aufgrund der Lungengängigkeit ein Ausfasern in den Raum zu vermeiden.
- Preis: ca. 8-12 EUR/m² (bei 10 cm Dämmung)

Mineralwolle-Normen

DIN 18165 – Faserdämmstoffe für das Bauwesen (Anforderungen und Prüfmethoden)
DIN 4102 – Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
DIN 4108 – Wärmeschutz im Hochbau
DIN 4109 – Schallschutz im Hochbau
EnEv – Energieeinsparverordnung im Hochbau









   -------------weitere Arten von Dämmstoffen erscheinen in Kürze-----------------------










Wasseraufnahme PUR: mittel (0,025 !)
Wasseraufnahme Perlite: mittel (0,045)
Wasseraufnahme Schaumglas (Foamglas): keine (0,040)
Wasseraufnahme Kokosfaser: stark (0,045)
Wasseraufnahme Kork: gering (0,045)
Wasseraufnahme Baumwolle: stark (0,040)
Wasseraufnahme Zelluslosefaser: stark (0,040)
Wasseraufnahme Schafwolle: stark (0,037)
Wasseraufnahme Holzwolleleichtbauplatten: mittel (0,090)
Wasseraufnahme Holzfaserplatten: stark (0,040)
Wasseraufnahme EPS: gering (0,035)
Wasseraufnahme XPS: keine (0,035)




                       






Hier einige unserer energetisch sanierten Objekte:

- Ein zur Erhaltung der klassizistischen Fassade mit innenliegender Wärmedämmung versehenes Altbausanierungsobjekt in Regensburg:       

vorher:
                                                       
                    
          

nachher:
  

                        (Zum Vergrößern eines der Bilder klicken sie auf das jeweilige Bild)




Ein von uns nachträglich mit optimaler Wärmedämmung versehenes Gebäude im Raum Landshut (incl. der Erneuerung der Wärmedämmung der gesamten Fassade und des Daches, des Umbaus der Dachgaube und des Anbaus einer Garage)

vorher:                                                                        nachher:
                                                 
                                   (Zum vergößern klicken Sie auf eines der Bilder)



 

Schlüsselfertige energetische Sanierung eines Einfamilienhauses in München/Bogenhausen

:                                                 
            (Zum Öffnen der Bildergalerie während der Bauphase klicken sie auf die Bilder) 




Das Thema ENERGIESPAREN geistert derzeit durch sämtliche Medien.
Denn nicht nur durch bauliche Maßnahmen wie Dämmmaßnahmen oder eine effiziente Heiztechnik kann der Energieverbrauch minimiert werden.
Im folgenden erfahren sie die 10 seriösesten und effizientesten Tipps zum nachhaltigen Energiesparen im Haushalt - für Jedermann:


1. Funkgesteuerte Steckdosen für alle Stromverbraucher

„Alle Geräte, die nach dem Ausschalten auf Standby gehen, an Steckdosenleisten anschließen. Zwischen Steckdose und Steckdosenleiste jeweils eine funkgesteuerte Steckdose installieren (ab etwa 10 Euro). Mit der Fernbedienung lassen sich alle „stillen Verbraucher“ komplett ausschalten, wenn man sie nicht braucht. Das ist komfortabel und preiswert!“ Allein in einem durchschnittlich ausgestatteten Haushalt lassen sich so rund 440 kWh und etwa 80 Euro im Jahr sparen.


2. Kürzerer Betrieb der Warmwasser-Zirkulationspumpe

„Bei neueren Heizungen lässt sich der Betrieb der Zirkulationspumpe für das Warmwasser takten. Je nach Bedarf der Bewohner läuft sie dann beispielsweise nur jede Viertelstunde für einige Minuten. Das spart Strom für die Pumpe sowie Energie für die Warmwassererwärmung, ohne dass die Nutzer sich über zu kaltes Warmwasser beschweren. Wenn keine Steuerung der Pumpe mit Taktung vorhanden ist, kann man eine Zeitschalt uhr installieren.“
Eine Zeitschaltuhr zum Anschließen an die Zirkulationspumpe erhält man schon für ein paar Euro zum Beispiel im Baumarkt. Über Nacht lohnt es sich in den meisten Fällen, die Zirkulationspumpe ganz abzuschalten.


3. Energieeffiziente Beleuchtung

„Durch den Austausch von Glühbirnen und Halogenlampen gegen Energiespar- oder LED-Lampen im gesamten Haus habe ich den Stromverbrauch erheblich senken können. Der Anschaffungspreis für diese neuen Leuchtmittel ist derzeit zwar noch vergleichsweise hoch. Die Anschaffung lohnt aber, weil diese Leuchtmittel wesentlich länger halten.“
Gerade dort wo Lampen länger als eine halbe Stunde am Tag brennen, empfehlen sich Energiesparlampen. Gute Lampen kosten etwa fünf bis zehn Euro. Für eine gemütlichere Beleuchtung gibt es sie inzwischen in den Lichtfarben Warmweiß sowie Extra-Warmweiß. Auch in der Form sind sie oft kaum noch von normalen Glühbirnen zu unterscheiden. LED-Strahler eignen sich für Effektbeleuchtung als Ersatz für manchen Halogenstrahler.
Mit dem Einsatz solcher Lampen spart ein Durchschnittshaushalt jährlich leicht über 200 kWh und 36 Euro Stromkosten.


4. Geregelte Umwälzpumpen für die Heizanlage

„Die Umwälzpumpe unserer Heizanlage war ungeregelt und arbeitete normal mit konstanter Leistung, meist oberhalb 40 Watt. Ich habe sie durch eine geregelte Pumpe ersetzt, deren Leistung sich je nach Wasserdurchfluss im Bereich von 6 Watt bis 25 Watt einstellt. Das spart im Jahr bis zu 250 kWh. Außerdem werden dadurch Strömungsgeräusche im Heizsystem minimiert bzw. verschwinden völlig.“ In vielen Häusern sind die Heizungspumpen überdimensioniert, falsch eingestellt oder haben wegen ihres Alters einen schlechten Wirkungsgrad. Es lohnt sich daher für Eigentümer und Hausverwalter, mit dem Energiespar-Ratgeber PumpenCheck auf www.klima-sucht-schutz.de zu prüfen, ob der Austausch der alten Pumpe sinnvoll ist. Beim Neukauf zeigt das EU-Energielabel wie bei Kühlschränken und Lampen die Energieeffizienz von Umwälzpumpen an.


5. Bewegungsmelder zur Flurlichtsteuerung

„Gerade im Flur ist das Licht häufi g unnötig lange eingeschaltet. Ich habe bei mir im Haus einfach die Lichtschalter im Flur durch Unterputz-Bewegungsmelder ausgetauscht. Das hat keinen Dreck gemacht, da keine neuen Löcher in die Wand gebohrt oder neue Kabel verlegt werden mussten. Als positiver Nebeneffekt ist der Komfort gestiegen, da jetzt das Licht immer automatisch an- und ausgeschaltet wird. Diese Installation spart bei mir ca. 150 kWh Energie im Jahr und knappe 30 Euro.“
Solche Bewegungsmelder, die man an Stelle des normalen Lichtschalters einsetzt, kosten etwa 30 Euro. Sie sind mit einem Dämmerungsschalter versehen, so dass sie nicht angehen, wenn es ohnehin hell ist. Außerdem lassen sie sich von Hand auf Dauerlicht stellen.


6. Regelmäßig den Energieverbrauch
„Der beste Weg zum Energiesparen ist für mich, eine Jahrestabelle mit Monatsübersicht am PC zu führen. Am Ende jedes Monats trage ich die Werte in die Tabelle ein und rechne den monatlichen Verbrauch aus. Dies kann man auch wöchentlich oder täglich machen. Diese Übersicht wirkt Wunder und hat mir sehr geholfen, Energie zu sparen. Für das Jahr 2006 erwarte ich eine Rückzahlung von ca. 600 Euro trotz höherer Energiepreise!“
Einfach die Strom- und Gasverbräuche aus Abrechnungen oder Zählerständen eingeben und per Mausklick die Entwicklung des täglichen oder jährlichen Verbrauchs sowie deren Kosten ansehen.


7. Warmwasserzirkulation nach Bedarf steuern

„In meinem Haushalt hat sich eine Zeitschaltuhr zum Betrieb der Warmwasser-Zirkulationspumpe leider nicht bewährt. Die Zeiten der Warmwasserentnahme änderten sich zu oft und es wurde immer dann warmes Wasser benötigt, wenn die Pumpe Pause hatte. Ich habe die Pumpe seit etwa zwei Jahren an eine Funkschaltsteckdose angeschlossen und in Küche und Bad je einen Funktaster angebracht. Wenn ich Warmwasser benötige, genügt ein Tastendruck. Je nach Lage der Entnahmestelle dauert es etwa 15 – 60 Sekunden, bis das warme Wasser aus dem Hahn entnommen werden kann. Zur Sicherheit gegen vergessenes Ausschalten habe ich die Funksteckdose auf zehn Minuten Schaltzeit programmiert.“
Die Kosten für eine Funkschaltsteckdose mit Timerfunktion sowie einem Wandsender liegen bei etwa 40 Euro. Läuft die Warmwasserzirkulationspumpe nicht den ganzen Tag, spart das sowohl Energie für das Warmwasser als auch Strom für die Pumpe. Diese Maßnahme eignet sich besonders für Mietshäuser mit unterschiedlichen Zeiten für den Warmwasserbedarf. Von den verringerten Heiz- und Betriebskosten profitieren zudem auch die Mieter.


8. Effizientes Kühlen spart bis zu 100 Euro Stromkosten

„Um Energie vernünftig einsparen zu können, muss man wissen, wo sie in großen Mengen verbraucht wird. Mit einem Energiemessgerät kann man nach und nach seine Geräte überprüfen und gegebenenfalls durch neue energiesparende Geräte ersetzen. Überprüft man alte Kühlschränke, stehen einem glatt die Haare zu Berge, wenn man sieht, was diese an Energie verbrauchen.“
Kühl- und Gefriergeräte benötigen im Haushalt ein Viertel und mehr des gesamten Stroms. Der Austausch ineffizienter Geräte gegen Energie sparende Modelle macht sich daher meist bezahlt. Für die
Umwelt lohnt es sich bereits, bei sachgerechter Entsorgung einen durchschnittlichen Kühlschrank aus dem Jahr 2000 gegen ein Gerät der Energieeffi zienzklassen A+ oder A++ auszutauschen, trotz Aufwand für die Herstellung des Neugerätes. Ob sich der Ersatz des eigenen Kühlgerätes empfi ehlt, lässt sich einfach mit dem Energiespar-Ratgeber KühlCheck auf www.klima-sucht-schutz.de überprüfen.


9. Sommerpause für die Heizungsanlage

„Die meisten älteren Heizungsanlagen kann man leicht von Winter- auf Sommerbetrieb umstellen. Aus Unkenntnis oder Bequemlichkeit nutzen viele Eigentümer diese Möglichkeit nicht. Das kann dazu führen, dass die Heizung im Sommer in den frühen Morgenstunden und abends heizt, obwohl tagsüber genug Wärme ins Haus gelangt. Neue Anlagen stellen automatisch auf Sommerbetrieb um. Aber auch hier kann es vorkommen, dass sie unnötig anspringen. Werksseitig liegt der Schwellenwert der Außentemperatur, bei der sie in Betrieb gehen, meist bei rund 16 Grad. Verringert man diesen auf etwa zwölf Grad, schaltet sich die Heizung nur bei wirklich kühler Witterung ein.“
Meist kann man ältere Heizungsanlagen ohne Ganzjahresregelung mit einem einfachen Schalter auf Sommer- oder Warmwasser-Betrieb umschalten. Erfolgt die Erwärmung des Trinkwassers nicht über die Heizung, lohnt es sich, diese mit Ende der Heizperiode ganz auszustellen. Schaltet man zudem die Umwälzpumpe der Heizung ab, spart man so im Einfamilienhaus insgesamt etwa 100 Euro.
Übrigens: Für den Austausch alter Heizungsanlagen eignen sich besonders die Sommermonate.


10. Sauber in die Heizsaison starten

„Eine Heizkörperreinigung verbessert spürbar die Wärmeabgabe. Viele Heizkörper sind im Innenbereich stark mit Staub und anderen Ablagerungen verschmutzt. Befreit man den Heizkörper von diesem Dreck, so findet eine bessere Umwälzung der Luft statt. Außerdem werden Allergiker von Hausstaubmilben befreit.“
Saubere Heizkörper schöpfen die Heizleistung besser aus und tragen zu einem sparsamen Einsatz von Heizenergie bei. Zudem riecht die Heizungsluft frischer. Für schwer zugängliche Bereiche bietet sich eine professionelle Heizkörperreinigung an.
 



                                                                                                     Dipl.-Ing. Univ. Franz Brandl jun.
                                                                                                     Brandl  Bauunternehmen  GmbH 


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